Gemeinderat erhöht Gebühren

Peitings Kindergärten werden teurer

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Wie in allen Peitinger Kinderbetreuungsstätten steigen auch im Kindergarten St. Michael die Gebühren.

Peiting – Das dürften viele Eltern nicht gerne hören: Die Kindergärten in Peiting werden ab September um durchschnittlich 12,5 Prozent teurer. Das hat der Marktgemeinderat in seiner jüngsten Sitzung gegen eine Stimme beschlossen.

„Es wissen alle über die Beitragserhöhung Bescheid“, begann Bürgermeister Michael Asam den Tagesordnungspunkt, der in der Erhöhung der Kindergartenbenutzungsgebühren münden sollte. Man habe das ausführlich in nichtöffentlicher Sitzung diskutiert, so Asam weiter, und die Kindergartenleitungen sowie Elternbeiräte informiert. 

Der Grund liegt für den Gemeindechef auf der Hand: Die Anpassung nach oben sei unumgänglich angesichts kontinuierlich steigender Kosten, insbesondere beim Personal. Diese allein seien durch Tarifanpassungen um 7,4 Prozent seit September 2009 gestiegen. Zu diesem Zeitpunkt hatte man letztmalig in Peiting die Gebühren angepasst. Seitdem ist die Zuschussleistung der Gemeinde je Kindergartenkind immer weiter angestiegen. Aktuell beläuft sich der Gesamtbetrag, der an die Tagesstätten, Krippen und Horte geht, auf etwas über eine Million Euro, was je Kind 2933 Euro entspricht. Im Vergleich zu 2009 ist das eine Steigerung von 20,42 Prozent. 

Dass das Defizit so nach oben gehe, hänge auch mit dem Betreuungsstandard zusammen, erklärte Asam. Je weniger Kinder je Gruppe betreut werden, desto höher sei der Zuschuss. Man müsse daher realisieren, dass eine vernünftige Betreuung teuer sei. Aktuell zahlt die Gemeinde für acht Kitas, zwei Krippen und zwei Kinderhorte. Man habe viele Leistungen, die die Kinder und den Nachwuchs betreffen, sagte Asam, die Kommune könne das alles aber nicht allein stemmen. 

Auch Kämmerer Christian Hollrieder unterstrich die Notwendigkeit einer Erhöhung. Die Eltern beziehungsweise Elternbeiräte, die zu ihm gekommen seien und denen er den Fall erläutern konnte, hätten dafür Verständnis gezeigt. Er stehe auch weiterhin gerne für ein Gespräch zur Verfügung, bot Hollrieder an, um die Details zu erläutern. Insbesondere seitens der Kindergärten sei die Erhöhung und vor allem eine kontinuierliche Entwicklung gewünscht, wusste Asam. Deshalb sollen die Beiträge ab sofort jährlich angepasst werden. Mit einer Gegenstimme wurde die Beitragsanpassung beschlossen. 

Daneben wurde darauf aufmerksam gemacht, dass das Landratsamt bei einkommensschwachen Familien den Kindergartenbeitrag übernimmt. Derzeit nehmen 29 Prozent der Eltern diese Möglichkeit in Anspruch. Und auch die Regelung, dass Geschwisterkinder um 50 Prozent ermäßigt werden, bleibt bestehen. gau

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