Bewerbung für Investitionspakt des Bundes

Peitings zweiter Anlauf zur Sportstätten-Förderung

Stadion Birkenried Peiting Tartanbahn
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Im Stadion Birkenried (Bild von einer Siegerehrung beim Leichtathletik-Nachwuchs). Vorne die rote Tartanbahn, die saniert wird, falls es mit der Förderung des Bundes klappt.
  • vonJohannes Jais
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Peiting – Bei Sportlern ist öfters vom „zweiten Anlauf“ die Rede, wenn was beim ersten Mal nicht klappt. Einen erneuten Vorstoß unternimmt die Gemeinde Peiting, damit sie vom Staat eine Zuwendung bekommt, wenn über den Investitionspakt zur Förderung von Sportstätten 2021 entschieden wird. Dabei handelt es sich um ein Programm des Bundes. Drei Maßnahmen werden angemeldet: der Austausch des Hallenbodens in der Sporthalle Birkenried sowie die Sanierung der Tartanbahn und des Hartplatzes im Sportstadion.

Die Beteiligung des Bundes ist sehr lukrativ; sie beträgt 90 Prozent der förderfähigen Kosten. Im vergangenen Jahr wurde der Markt Peiting nicht berücksichtigt. Doch die Gelder für 2021 sind noch nicht freigegeben. Es sei das Signal gekommen, dass Peiting heuer gute Aussichten auf eine finanzielle Unterstützung habe – so steht’s in der Vorlage an die Marktgemeinderäte.

Das Gremium hat einstimmig entschieden, dass man sich erneut bewirbt. Dieser Beschluss ist Voraussetzung für den Förderantrag. Angemeldet werden drei Maßnahmen. Zum einen soll der Hallenboden in der 40 Jahre alten Sporthalle Birkenried ausgetauscht werden. Es wird dabei mit Kosten von 150.000 Euro gerechnet.

Zum zweiten soll die 400-Meter-Tartanbahn im Sportstadion Birkenried saniert werden. Da betragen die Kosten ungefähr 250.000 Euro. Der dritte Punkt ist die Ausbesserung des Hartplatzes im Sportstadion. Es wird mit Kosten von 100.000 Euro gerechnet.

Kämmerer Christian Hollrieder erklärte, dass man für die Beantragung einen Grundsatzbeschluss des Marktgemeinderates brauche. Es sei allemal sinnvoll, die Tartanbahn ordentlich zu sanieren. Dann habe man „20 Johr mea a Ruah“, meinte Hollrieder.

Alfred Jocher (Unabhängige) fand die erneute Bewerbung „sinnvoll“. Die Sportstätten seien 40 Jahre alt, aber noch in einem ordentlichen Zustand. Bürgermeister Peter Ostenrieder pflichtete bei. Die Sporthalle Birkenried sei gut erhalten. Das liege zum einen an den Vereinen, zum großen Teil jedoch am Hausmeister.

Jocher machte – unabhängig vom Förderantrag – einen Vorschlag zu den Sportstätten. Der Hartgummiplatz östlich des Abenteuerspielplatzes sei jetzt mit einem Zaun so abgetrennt, dass er dem Stadion zugeordnet ist. Dieser Bereich sollte, so Jocher, öffentlich zugänglich gemacht werden, um nahe der Spielgeräte am gut frequentierten Abenteuerspielplatz mehr Bewegungsfläche zu schaffen. Es müsse nur der Zaun versetzt werden.

CSU-Fraktionssprecher Michael Deibler fand es gut, wenn alle möglichen Einnahmequellen richtig genutzt werden, um die Sportstätten am Ort weiterhin zu erhalten. Norbert Merk (CSU) richtete den Dank an Rathaus­chef Ostenrieder – und zwar dafür, in einer Zeit Zuschüsse zu generieren, in der es „das Geld nicht vom Himmel regnet“.

Diese Sportstätten-Förderung des Bundes hat nichts zu tun mit dem großen Paket der geplanten Eishallen-Sanierung. Diese erstreckt sich über vier Jahre. Und dafür bekommt die Marktgemeinde sogar zwei Millionen Euro an Unterstützung vom Bund. Die Gesamtkosten machen laut Kostenschätzung sechs Millionen Euro aus.

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