Perfektes Zusammenspiel – 14 Feuerwehren üben Waldbrandszenario – Bundeswehr und Polizei unterstützen mit Hubschrauber

Auch die Bundeswehr war bei der Übung mit dabei. Foto: Herold

Hauptmann Andrej Classen blickt voll konzentriert auf die Instrumententafel im Cockpit des Transporthubschraubers CH-53. Dieser fliegt im Schwebeflug über dem Lugenauer See, um mit dem Spezialbehälter „SEMAT 5000“ Wasser zu schöpfen.

Mit seiner rechten Hand steuert Pilot Engelhardt die Maschine zentimetergenau über die von der Wasserwacht durch Bojen gekennzeichnete Schöpfstelle, wo er den leuchtroten Behälter eintaucht. Oberfeldwebel Rafaela Svetlik beobachtet durch eine kleine Bodenluke und gibt über Funk die Meldung ab, wenn der Behälter voll ist. Jetzt zieht Engelhardt mit der linken Hand den Gashebel und entfesselt die 8 000 PS der Maschine. Der mittlere Transporthubschrauber CH-53 aus Laupheim ist einer der drei Hubschrauber, die bei der Waldbrand-Großübung im Bereich Bromberg, Geigersau zu Löschzwecken eingesetzt wird. Über 250 Einsatzkräfte mit 66 Fahrzeugen sind bei der Waldbrandübung rund um Bromberg und Geigersau im Einsatz. „Wir haben hier die einmalige Chance, mit geballter Unterstützung aus der Luft eine Übung in dieser Größenordnung durchzuführen“ erklärt Kreisbrandrat Rüdiger Sobotta in Hinblick auf die (hoffentlich nicht) beginnende Waldbrandsaison. Die Übung beginnt Beim Eintreffen der Kräfte der Feuerwehr Böbing erkennt Kommandant Peter Erhard, dass das Feuer für seine Kapazitäten zu groß ist. Es wird „Waldbrand groß“ nachalarmiert. Während weitere eintreffende Kräfte versuchen, bodengebunden Schlauchleitungen in die brennenden Gebiete zu legen, wird Luftunterstützung durch Bundeswehr und Polizei angefordert. Spezielwasserbehälter „SEMAT“ für den Außentransport durch die Hubschrauber werden aus München, Wolfratshausen und Garmisch-Partenkirchen antransportiert, ebenso ein Spezial-Alu-Behälter der Flughelfer der Feuerwehr Partenkirchen. Dass diese Übung Interesse weckt, zeigt auch die Anwesenheit von zwei Gastoffizieren aus Indonesien und Thailand, die sich auf ihren Generalstabslehrgang vorbereiten und eine der verschiedenen Einsatz-Möglichkeiten von Hubschraubern hautnah auch mitverfolgen konnten.

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