Lastwagenfahrer verursacht Zusammenstoß mit BRB bei Hohenpeißenberg

20 Verletzte bei Zugunglück

+
Auch mit einer Notbremsung konnte der Lokführer den Zusammenprall mit einem Lkw nicht mehr verhindern. Offenbar hat der Lkw-Fahrer die Geschwindigkeit der Regionalbahn falsch eingeschätzt. 

Hohenpeißenberg – Die meisten der 20 Verletzten befanden sich laut Angaben der Bundespolizei am Tag nach dem schweren Unfall in Hohenpeißenberg noch im Krankenhaus. Neun Leichtverletzte und elf Personen mit mittelschweren Verletzungen, darunter auch die beiden Fahrzeugführer, sind die Bilanz des Zusammenstoßes zwischen einem Zug und einem Kieslaster. 

Am Dienstag gegen 16.40 Uhr wollte ein 42-Jähriger mit einem beladenen Kieslaster einen unbeschrankten Bahnübergang an einem Feldweg kurz vor Hohenpeißenberg überqueren. Obwohl sich offenbar bereits der Zug näherte, fuhr der Mann weiter. Es wird vermutet, dass der Lastwagenfahrer die Geschwindigkeit des Regionalzuges, der gerade auf dem Weg von Weilheim nach Schongau unterwegs war, unterschätzte oder ihn übersah. So kam es zum folgenreichen Zusammenprall mit der mit 43 Personen besetzten Bayerischen Regionalbahn (BRB). Der Lkw wurde weggeschleudert. Am Zug entstand ein geschätzter Schaden von 200 000 bis 250 000 Euro. 

Die Zugstrecke zwischen Weilheim und Schongau wurde nach dem Unfall umgehend gesperrt. Nach der Erstversorgung vor Ort wurden die Verletzten in Krankenhäuser gebracht. Die restlichen Fahrgäste wurden von einem Ersatzbus abgeholt. 

Nun müssen die Details geklärt werden. „Momentan ist ein Hubschrauber unterwegs, der Fotos von der Strecke macht, damit der Unfallhergang geklärt wird“, erläuterte Doreen Moosburger von der Pressestelle der Bundespolizei. Gerade „aufgrund der Masse an Verletzten“ könne es noch dauern, bis die Schuldfrage geklärt werden kann. Es wird wegen eines gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr ermittelt. 

Von Ursula Gnadl

Auch interessant

Meistgelesen

Das sind die Kandidatinnen 101 bis 200
Das sind die Kandidatinnen 101 bis 200
Das sind die ersten 100 Kandidatinnen
Das sind die ersten 100 Kandidatinnen
Jetzt bewerben: Werde das Kreisbote TrachtenMadl 2017
Jetzt bewerben: Werde das Kreisbote TrachtenMadl 2017
Messerstecherei in Schongau
Messerstecherei in Schongau

Kommentare