Tourismusverband eröffnet Pilger-Wege "Heilige Landschaft Pfaffenwinkel"

311 Kilometer Pilgerpfade

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Dorothea Jarnach aus Polling schilderte bei der Segnungsfeier die persönlichen Eindrücke ihrer Wallfahrt auf den Hohen Peißenberg. Li. Tourismusverbandschefin Susanne Lengger.

Hohenpeißenberg – Der Hohe Peißenberg ist als Wallfahrtsort seit Jahrhunderten ein Anziehungspunkt für Besucher aus nah und fern. Am vergangenen Freitag pilgerten besonders viele Gläubige auf den Bayrischen Rigi hinauf. Sie alle feierten mit Weihbischof Florian Wörner und Dekan Axel Piper die ökumenische Segensfeier zur offiziellen Eröffnung der Pilger-Wander-Wege „Heilige Landschaft“.

Das Projekt des Tourismusverbandes Pfaffenwinkel wurde seit längerer Zeit geplant und umfasst drei verschiedene Wanderschleifen durch den Pfaffenwinkel, die ihren Startplatz auf dem Hohen Peißenberg haben.

Nördlich der Gnadenkapelle wurde in Anlehnung an das Erkennungszeichen der Pilger-Wege eine dreieckige Mittelstele mit drei Holzsitzbänken errichtet. Von dort aus geht es in drei Richtungen durch die „Heilige Landschaft“ vorbei an Klöstern, Kirchen und „Kraftorten in der Natur“.

Die Nordschleife mit dem Thema „Sprudelnde Quellen“ und einer Gesamtlänge von 96 Kilometern führt zum Beispiel über sieben Tagesetappen an den Klöstern Wessobrunn, Andechs und Polling vorbei.

Die Westschleife („Wilde Flüsse“) mit 76 Kilometern und sechs Tagesetappen verläuft über die Ammerschlucht, das Kloster Rottenbuch, die Wieskirche, den Auerberg und über Schongau zurück auf den Hohen Peißenberg.

Die Ostschleife („Spiegelnde Wasser“) in acht Tagesetappen und einer Länge von 139 Kilometern führt unter anderem an den Klosterorten Bernried und Benediktbeuern vorbei und ist landschaftlich vom Starnberger See und den Osterseen geprägt.

Ausgestattet sind die Wege neben einer einheitlichen Beschilderung mit Rastplätzen, künstlerischen Installationen sowie spirituellen und geistlichen Impulsorten.

Mit den Pilger-Wegen versucht der Tourismusverband sowohl Tages- als auch Mehrtageswanderer anzusprechen. „Pilgergruppen und geführte Touren sollen hier ebenso ein attraktives Angebot vorfinden wie einzelne Pilger auf der Suche nach Entschleunigung und sinnstiftenden Erfahrungen“, heißt es von Seiten des Verbands.

Natürlich hat das neue Projekt „Heilige Landschaft Pfaffenwinkel“ auch etwas gekostet. Der Gesamtaufwand beläuft sich auf etwa 85 000 Euro. Allerdings werden über die EU-Leader-Förderung 50 Prozent der Nettokosten amortisiert.

von Bernhard Jepsen

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