Trotz Ungewissheit:

Plantsch bereitet sich auf Öffnung am 1. Mai vor

Plantsch Schongau Lockdown Corona Rutsche
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Die Tage der alten Röhrenrutsche sind gezählt, im Sommer soll sie abgebaut werden – wer will, kann sich ein Stück davon sichern.
  • vonRasso Schorer
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Schongau – Wann öffnen Bäder beziehungsweise Saunen und insbesondere das Plantsch wieder? Die Fragen gehen zuhauf bei Andres Kosian ein. Seine Einschätzung dazu und die Bemühungen, die das Kommunalunternehmen während der aktuell erneuten Zwangspause unternimmt, schilderte dessen Vorstand Ende vergangener Woche.  

„Leider sind weder uns noch unseren Fachverbänden irgendwelche Informationen bekannt gemacht worden, unter welche ‚Lockerungsstufe‘ oder in welchen Zeithorizont Bäder und Saunen eingruppiert werden“, bedauerte Kosian am Freitag. Er gehe aber davon aus, dass die Freizeitindustrie in der Reihenfolge zuallerletzt wieder Gäste empfangen darf.

Derweil bereitet sich das Plantsch aktuell auf eine Öffnung zum 1. Mai vor. Bis dahin werden sämtliche Modernisierungsmaßnahmen abgeschlossen sein, erklärte Kosian. Unter anderem sei dann neueste, hocheffiziente Pumpentechnik mit 29 Prozent geringerem Strombedarf im Einsatz, neueste Mess- und Regeltechnik sowie in allen Wasserkreisläufen die modernste Filtrationstechnik mit Glasperlen statt Sand-Kohle-Filterbetten.

Rutschenstück für daheim

Die Vorbereitungen zur Erneuerung der Großwasserrutsche in der Badewelt werden ebenfalls soweit getroffen, dass diese dann während der Sommersaison ausgetauscht werden kann, ohne dass der Badebetrieb dadurch nochmals ausgesetzt werden muss oder beeinträchtigt wird. Wer sich dann kostenfrei ein Stück der alten, 86 Meter langen Röhrenrutsche sichern will, der kann sich schon jetzt per Mail an info@plantsch.de wenden. „Aus diesen Teilen lassen sich mit etwas Eigenleistung schöne Rutschen für Kinder, stabile Erdtunnelauskleidungen für Spielplätze oder ähnliches gestalten“, befand Kosian.

Zwischenzeitlich wurden an Gebäude und Technik zahlreiche Renovierungs- und Verschönerungsarbeiten durchgeführt, beispielsweise ein neu gestalteter Restaurant-Gastraum, Wanddekore, Austausch von blinden Glasscheiben und vieles mehr.

App soll helfen

Weil davon auszugehen sei, dass auch im Falle einer Öffnung weiterhin mit Kontaktdatenerfassung gearbeitet werden muss, hat sich das Plantsch umgesehen und die sogenannte Luca-App als wichtige Ergänzung ausgemacht. Diese ist kostenlos, Kosian legte sie den Plantsch-Besuchern ans Herz: „Somit kann der Besuch von Veranstaltungen, Restaurants, Kultureinrichtungen usw. extrem schnell und datensicher sowie ohne das sonst bergeweise anfallende Papier abgewickelt werden“.

Das Plantsch setzt für die Kontaktdatenerfassung auf die Luca-App.

Dabei wünschte sich Kosian auch das Zutun des Landratsamts: „Das Arbeiten mit und die Förderung der Kontaktdatenerfassung mittels Luca-App wäre wirklich mal eine leicht und schnell umzusetzende Maßnahme, die unserer Wirtschaft echten Nutzen bringen würde.“

Sein Plantsch sieht Kosian für ein Wiedersehen bestens vorbereitet: „Wir hoffen und warten nur noch darauf, dass unser lebenslustiges Schongauer Bad und die Saunalandschaft endlich wieder von Gästen besucht werden und ‚Leben in die Bude‘ einkehren kann.“

kb

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