Ein Hektar Fläche

Planung für den Peitinger Kindergarten an der Jägerstraße vorgestellt

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Wo zurzeit der Aushub vom Bau der Ganztagesschule aufgeschüttet ist, wird die neue Kindertagesstätte errichtet. Hinten das Sportgelände Birkenried.

Peiting – Zur neuen Tagesstätte, die in Peiting an Jägerstraße und Uhrerskreuzweg gebaut werden soll, ist in groben Zügen die Planung vorgestellt worden. Architekt Thomas Haag vom Büro Abtplan in Kaufbeuren, erklärte, dass der gesamte Umgriff mit Grünflächen und Wegen nahezu einen Hektar beträgt. Das Gebäude selbst, das größer wird als zunächst vorgesehen, wird auf sieben Gruppen ausgelegt. Ein Teil ist einstöckig; in einem anderen Bereich wird ein Stockwerk draufgesetzt.

Zunächst gingen die Überlegungen dahin, einen Kindergarten mit fünf Gruppen zu errichten. Die Option war, dass in einer Modulbauweise später zwei weitere Gruppen dazu kommen. Jetzt soll das Gebäude gleich größer dimensioniert werden – und zumindest teilweise ein weiteres Stockwerk erhalten.

Damit das Projekt dort überhaupt verwirklicht werden kann, muss für das Grundstück, das der Gemeinde gehört, ein Bebauungsplan aufgestellt werden. Denn das Gebiet zwischen Uhrerskreuzweg im Süden, Jägerstraße im Osten, dem Stadion im Norden und den Tennisplätzen im Westen ist nicht als Baulücke zu bewerten. Den Beschluss, ins Verfahren für einen Bebauungsplan zu gehen, fasste noch der alte Gemeinderat. Das war im März 2020.

Dass die Planung für den Kindergarten nun sieben statt fünf Gruppen umfasst, hat mit der Erfahrung zu tun, dass eine nachträgliche Erweiterung deutlich teurer wird. In Peiting sieht man dies besonders an dem Modul, das am Therese-Peter-Haus angebaut wird und wo bald eine dritte Krippengruppe einziehen soll. Die Kosten dafür sind inzwischen mehr als doppelt so hoch als beim Bau vor sieben Jahren.

Was den finanziellen Aufwand für einen siebengruppigen Kindergarten an der Jägerstraße angeht, ist ein Vergleich mit einem ähnlichen Großprojekt in Denklingen angezeigt. Dort will die Gemeinde eine Tagesstätte mit acht Gruppen errichten; nach der Detailplanung des Architekturbüros sind dafür zirka sechseinhalb Millionen Euro veranschlagt.

Im Peitinger Gemeinderat entwickelte sich noch eine kurze Diskussion. Stichwörter waren die Bepflanzung, die Feuerwehrzufahrt, das Parken der Autos und Stellflächen für Räder. Vorgesehen ist, dass Eltern, die ihre Kinder mit dem Auto in die Tagesstätte bringen, den Pkw auf dem großen Parkplatz südlich der Eishalle abstellen und dann den gut 100 Meter langen, geschwungenen Fußweg zur Tagesstätte nehmen. Direkt vor dem Gebäude soll ein Halten nicht möglich sein. Wie formulierte es Bürgermeister Peter Ostenrieder am Ende der Diskussion: „Wenn wir da Parkplätze schaffen, dann locken wir die Eltern.“ 

jj

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