Sicher und schnell auf zwei Rädern

Radwegenetz fürs Ammer-Lech-Land

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Möglichst ohne Absteigen, also ohne Straßenquerung, schnell zum Ziel gelangen – das ist auch ein Aspekt, der im Radwegekonzept eine Rolle spielt.

Peiting/Schongau/Altenstadt – Das gleiche Verkehrsplanungsbüro, das für den Landkreis Weilheim-Schongau bis Ende 2018 ein Radverkehrsnetz erarbeitet, soll nächstes Jahr zusätzlich eine konkrete Radwege-Erschließung im Ammer-Lech-Land ausarbeiten. Dabei geht’s darum, Schulen, Bahnhöfe, Gewerbebetriebe, Freizeitanlagen und andere Einrichtungen so zu verbinden, dass sie für den Radler sicher und schnell zu erreichen sind.

Es ist das gleiche Planungsbüro, das schon für den Landkreis tätig ist. Dabei handelt es sich um das Büro Kaulen, das in Aachen und in München vertreten ist. Die Dauer wird neun bis zwölf Monate betragen. Die Peitinger Marktgemeinderäte haben in der Sitzung Ende November zugestimmt, dass sich die Gemeinde entsprechend der Einwohnerzahl an der Auftragssumme beteiligt. Die beträgt 30.000 Euro plus Mehrwertsteuer. Auch Schongau und Altenstadt werden sich – entsprechend der Einwohnerzahl – finanziell einbringen.

Fabian Kreitl vom Marktbauamt legte eine Folie zum Radwegenetz auf und listete auf, wo Verbesserungen bzw. ein Lückenschluss sinnvoll erscheinen. Dabei erwähnte er eine Verbindung im Süden Peitings, die vom Bachfeld über eine Peitnachbrücke bis zur Ammergauer Straße verläuft – evtl. als begleitender Radweg zu einer Straße.

Ein Wunsch sei auch die kurze Verbindung, damit Radler auf direktem Weg von der Wanderhofstraße abzweigen und zur Herzogsägmühle gelangen können. Große Bedeutung misst man in Peiting außerdem einer Radlerbrücke bei, die nach dem Loamer Stichl in Schongau-Ost über den Lech führen sollte.

Denkbar seien zudem Verbesserungen in der östlichen Flur im Bereich der Hauser Straße und der Seestraße. Auch Gewerbegebiete könnten besser erschlossen werden, brachte Fabian Kreitl einen weiteren Aspekt in die Diskussion mit ein.

„Die Mobilität wird sich verändern“, gab Michael Deibler (CSU) zu bedenken. Inzwischen wisse man von manchen Arbeitgebern, die für ihre Mitarbeiter E-Bikes zur Verfügung stellen. Gerhard Heiß (CSU) stellte fest, dass es außerhalb von Peiting sehr gut funktioniere mit dem sicheren Radeln. „Aber innerorts hakt’s“, fügte Heiß hinzu.

Thomas Elste (Grüne) kam auf Parkplätze bzw. Sicherungseinrichtungen für Räder zu sprechen. Auch das sollte in einem Konzept untersucht werden. Fabian Kreitl antwortete, dies würde Mehrkosten von 1.600 Euro bedeuten. Die Antwort von Thomas Elste: „Ich denk‘, das können wir drei Gemeinden uns noch leisten.“

Norbert Merk (CSU) präzisierte, dass der Landkreis ein alltagstaugliches Radwegenetz forcieren möchte, das nicht nur auf Touristen abgestimmt sei. Wenn Peiting, Schongau und Altenstadt das Thema fürs Ammer-Lech-Land vertiefen möchten, sei es aber wichtig, frühzeitig die Zuständigkeiten zu klären, wer denn z.B. entlang von Bundesstraßen oder Staatsstraßen für Bau und Unterhalt eines Radwegenetzes zuständig sei. Das sei rechtlich nicht überall geklärt, wie die Erfahrungen des Landkreises ergeben hätten.

jj

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