Kriminal- und Verkehrsstatistik 2018

Sichere Lage im Altlandkreis Schongau

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Die Zahl der Wohnungseinbrüche ist im Schongauer Bereich letztes Jahr konstant geblieben.

Schongau – Aufgrund sinkender Fallzahlen – insbesondere bei den Diebstahls- und Körperverletzungsdelikten – und gleichzeitig gestiegener Aufklärungsquote könne die Sicherheitslage im Bereich der Polizeiinspektion Schongau als gut bezeichnet werden. So lautet das Fazit von Polizeichef Herbert Kieweg im Hinblick auf die Kriminal- und Verkehrsstatistik 2018. Massiv zurückgegangen sind in der Region vor allem Diebstahls- und Einbruchsdelikte.

Die Kriminalitätsbelastung in der Region ist eine der unterdurchschnittlichen im Bereich der Polizeiinspektion Oberbayern Süd. Die Häufigkeitszahl für Schongau liegt bei 3.026, für Oberbayern Süd bei 3.798. Diese setzt sich aus der Anzahl der Straftaten pro 100.000 Einwohner zusammen. Die Mitarbeiter der Schongauer Inspektion betreuen auf einer Gesamtfläche von 456 Quadratmetern über 48.000 Einwohner. Sie sind zuständig für: Altenstadt, Bernbeuren, Böbing, Burggen, Hohenfurch, Hohenpeißenberg, Ingenried, Peiting, Prem, Rottenbuch, Schongau, Schwab­bruck, Schwabsoien, Steingaden und Wildsteig.

Im Jahr 2018 wurden im Bereich der PI Schongau 1.513 vollendete und versuchte Straftaten registriert. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies ein Minus von 11,72 Prozent – also 201 Straftaten weniger. Nach dem Aufenthaltsgesetz mussten 29 Straftaten (+19) bearbeitet werden. Die Aufklärungsquote konnte im Vergleich zu 2017 nochmals um 2,1 Prozent gesteigert werden. Sie lag damit bei 74,5 Prozent. Insgesamt wurden die Beamten der PI Schongau zu 4.380 Einsätzen gerufen.

Etwas gesunken ist die Anzahl der Körperverletzungsdelikte. Mussten die Polizisten 2017 derer 326 bearbeiten, so waren es 2018 noch 309 (-17 Delikte oder -5,21 Prozent). Im Bereich der gefährlichen und schweren Körperverletzung war 2018 ebenfalls ein Rückgang im Vergleich zum Vorjahr von 14 Delikten auf 58 zu verzeichnen. Die Aufklärungsquote betrug 95,1 Prozent.

Massiv zurückgegangen sind die Diebstahls- und Einbruchsdelikte. Waren 2017 noch 429 Delikte zur Anzeige gebracht worden, so wurden 2018 mit 306 Delikten 123 Fälle (-28,67 Prozent) weniger registriert. Die Aufklärungsquote betrug 36,3 Prozent (-6,3 %).

Neben 53 Ladendiebstählen (-32,9 Prozent) waren auch 42 Diebstähle von Fahrrädern (-46,2 Prozent) von der Polizeiinspektion Schongau zu bearbeiten. Die Zahl der Wohnungseinbrüche bzw. versuchten Wohnungseinbrüche ist gleich geblieben. Wie 2017 wurden auch 2018 15 Einbrüche bzw. Einbruchsversuche gezählt. Die Aufklärungsquote betrug bei den Wohnungseinbrüchen 6,7 Prozent. Mit 122 Betrugsdelikten und 188 Sachbeschädigungsdelikten waren fast gleichbleibend viele Straftaten in diesen Deliktsgruppen zu verzeichnen.

Bei den Verstößen nach dem Betäubungsmittelgesetz gab es 2018 einen Rückgang um 58 Fälle. Waren es 2017 noch 193 Verstöße, so wurden 2018 135 Delikte bearbeitet. Wie schon 2017 handelte es sich auch im vergangenen Jahr beim Großteil der Verstöße um den Besitz oder den Handel mit Cannabisprodukten.

2018 konnten insgesamt 863 Tatverdächtige (668 männlich, 195 weiblich) ermittelt werden, darunter befanden sich 16 Kinder und 121 Jugendliche/Heranwachsende. 276 Tatverdächtige waren nicht deutscher Herkunft, das entspricht 32 Prozent. 186 Tatverdächtige (= 16,5 Prozent) standen bei der Tatbegehung unter Alkoholeinfluss.

Fünf Verkehrstote in 2018

Insgesamt 1.253 Verkehrsunfälle ereigneten sich 2018 im Bereich der Polizeiinspektion Schongau. Das sind im Vergleich zum Vorjahr 37 Unfälle mehr. Haupt­ursache ist nach wie vor zu schnelles Fahren. Aber auch die Zahl der Alkoholunfälle ist gestiegen.

Bei den 1.253 Verkehrsunfällen wurden insgesamt 307 Personen (2017 319 Personen) verletzt. Leider waren 2018 vier tödliche Unfälle mit fünf Verkehrstoten zu verzeichnen, berichtet Polizeichef Herbert Kieweg. Dabei erlitten zwei Krad-Fahrer, zwei Personen in einem Pkw sowie ein Pedelec-Fahrer tödliche Verletzungen. Bei zwei dieser Unfälle war Alkohol mit unfallursächlich.

Leicht gestiegen sind die Verkehrsunfälle mit anschließender Unfallflucht. Diese nahmen von 233 auf 244 Fälle zu, was einem Plus von 4,51 Prozent entspricht. 74 Unfallfluchten konnten geklärt werden – damit liegt die Aufklärungsquote bei 30,33 Prozent.

Etwas häufiger als im Vorjahr waren auch Verkehrsunfälle unter Alkoholeinfluss. Von 22 Unfällen 2017 erhöhte sich die Zahl auf 28. Dabei wurden insgesamt sieben Personen verletzt. Eine der Hauptunfallursachen (101 Verkehrsunfälle) war wie in den letzten Jahren wieder überhöhte bzw. nicht angepasste Geschwindigkeit.

Im Rahmen von Verkehrskontrollen wurde bei insgesamt 65 Verkehrsteilnehmern ein unzulässiger Alkoholwert bzw. vorheriger Drogenkonsum festgestellt. Gegen diese Personen wurde entweder ein Strafverfahren wegen Trunkenheit im Verkehr oder ein Bußgeldverfahren eingeleitet.

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