"Sicherheitslage gut"

Polizeiinspektion Schongau legt Statistik 2019 vor: Mehr Delikte

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Die Polizeiinspektion Schongau hat ihre Statistik für 2019 vorgelegt: Trotz steigender Deliktzahlen bezeichnet Polizeichef Herbert Kieweg die Sicherheitslage als gut.

Schongau – Trotz leicht gestiegener Deliktzahlen kann die Sicherheitslage im Bereich der PI Schongau auch für 2019 wieder als gut bezeichnet werden. Dieses Fazit zieht Schongaus Polizeichef Herbert Kieweg aus der Kriminal- und Verkehrsstatistik für das vergangene Jahr.

Die Mitarbeiter der Polizeiinspektion Schongau betreuen auf einer Gesamtfläche von 456 Quadratkilometern knapp 50.000 Einwohner. Die polizeiliche Kriminalstatistik ist eine Zusammenstellung aller bekannt gewordenen strafrechtlichen Sachverhalte; das heißt, sie erfasst Verstöße gegen das Strafgesetzbuch und strafrechtliche Nebengesetze ohne Verkehrs- und Staatsschutzdelikte.

Gesamtentwicklung

Im Jahr 2019 wurden im Bereich der PI Schongau 1.616 vollendete und versuchte Straftaten registriert. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies ein Plus an Straftaten von 6,81 Prozent – oder 103 Straftaten mehr. Nach dem Aufenthaltsgesetz mussten im vergangenen Jahr 39 Straftaten (+10) bearbeitet werden. „Die Aufklärungsquote konnte im Vergleich zu 2018 nochmals um 0,5 Prozent auf sehr gute 75,0 Prozent gesteigert werden“, so Polizeichef Herbert Kieweg. Insgesamt wurden die Beamten der PI Schongau zu 4.515 Einsätzen gerufen.

Kriminalitätsbelastung

Die Häufigkeitszahl für den Bereich der PI Schongau beträgt 3.298. Im Bereich des Polizeipräsidiums Oberbayern-Süd lag sie bei 4.264. Bei der Häufigkeitszahl handelt es sich um einen rein rechnerischen Wert, der sich auf eine bestimmte Region bezieht. Sie setzt sich aus der Anzahl der Straftaten pro 100.000 Einwohnern zusammen. Die Häufigkeitszahl ist die Messgröße für die Kriminalitätsbelastung der Bevölkerung.

Körperverletzungen

Ziemlich gleichbleibend ist die Anzahl der zu bearbeitenden Körperverletzungsdelikte im Jahr 2019. Mussten im Jahr 2018 309 Körperverletzungsdelikte bearbeitet werden, so waren es 2019 308 Delikte (-1 Delikt). Im Bereich der gefährlichen und schweren Körperverletzung war 2019 im Vergleich zum Vorjahr eine leichte Steigerung um drei Delikte auf insgesamt 61 Delikte zu verzeichnen. Die Aufklärungsquote betrug 96,1 Prozent.

Diebstahlsdelikte

Leicht gestiegen sind 2019 die Diebstahls- und Einbruchsdelikte. Waren 2018 noch 306 Delikte zur Anzeige gebracht worden, so wurden 2019 mit 323 Delikten 17 Delikte (+ 5,55 Prozent) mehr registriert. Die Aufklärungsquote betrug 41,8 Prozent (+ 5,50 Prozent).

Neben 68 Ladendiebstählen (+ 28,30 Prozent) waren auch 43 Diebstähle von Fahrrädern (+ 2,38 Prozent) von der Polizeiinspektion Schongau zu bearbeiten. Im Jahr 2019 mussten acht Wohnungseinbrüche bzw. versuchte Wohnungseinbrüche aufgenommen werden. Im Vergleich zu 2018 waren dies sieben Fälle weniger. Die Aufklärungsquote betrug bei den Wohnungseinbrüchen 25 Prozent.

Betrug und Sachbeschädigung

Mit 127 Betrugsdelikten und 209 Sachbeschädigungsdelikten waren fast gleichbleibend viele Straftaten in diesen Deliktsgruppen wie 2018 zu verzeichnen.

Rauschgiftdelikte

Waren 2018 135 Delikte zu bearbeiten, wurden 2019 134 Rauschgiftdelikte im Bereich der PI Schongau festgestellt. Wie schon in den letzten Jahren handelte es sich auch im vergangenen Jahr beim Großteil der Verstöße um den Besitz oder den Handel mit Cannabisprodukten.

Tatverdächtige

2019 konnten insgesamt 969 Tatverdächtige ermittelt werden, darunter befanden sich 23 Kinder und 166 Jugendliche/Heranwachsende. 300 Tatverdächtige waren nicht deutscher Herkunft, das entspricht 31 Prozent.

Bei den Tatverdächtigen handelte es sich um 770 Männer und 199 Frauen. 179 Tatverdächtige (=18,47 Prozent) standen bei der Tatbegehung unter Alkoholeinfluss.

Statistik zum Verkehr

Im Jahr 2019 wurden durch die PI Schongau insgesamt 1.269 Verkehrsunfälle bearbeitet. Gegenüber 2018 sind dies 16 Unfälle mehr. Bei 160 Verkehrsunfällen (2018: 216 Unfälle) wurden insgesamt 221 Personen (2018: 307 Personen) verletzt. Leider waren 2019 zwei tödliche Unfälle mit zwei Verkehrstoten zu bearbeiten. Bei diesen Unfällen erlagen ein Pkw-Fahrer sowie eine Radfahrerin ihren Verletzungen.

Gestiegen sind die Verkehrsunfälle mit anschließender Unfallflucht. Diese nahmen von 244 auf 290 Fälle zu. Dies entspricht einem Plus von 18,85 Prozent. 116 Unfallfluchten konnten geklärt werden. Gesunken ist die Anzahl der Verkehrsunfälle unter Alkoholeinfluss. Von 28 Unfällen im Jahr 2018 verringerte sie sich im Jahr 2019 auf 13.

Im Rahmen von Verkehrskontrollen wurde bei insgesamt 81 Verkehrsteilnehmern ein unzulässiger Alkoholwert beziehungsweise ein vorheriger Drogenkonsum festgestellt. Gegen diese Personen wurde anschließend entweder ein Strafverfahren wegen Trunkenheit im Verkehr oder ein Bußgeldverfahren eingeleitet.

Zum näheren Vergleich: Die Kriminal- und Verkehrsstatistik 2018.

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