Blick zurück und voraus

Positives Fazit zum Historischen Markt in Schongau

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Heuer konnten die Besucher des Historischen Marktes wieder Schatten oder ein trockenes Plätzchen unter den großen Schirmen aufsuchen.

Schongau – Nach dem Henkerstochter-Schauspiel ist nun auch der Historische Markt wieder zu Ende gegangen. Auch wenn sich Schongauer Sommer-Vorstand Manfred Wodarczyk rundum zufrieden zeigt, ist er dennoch „froh, dass die Tore wieder geschlossen sind“, sagt er beim Abbau im Gespräch mit dem Kreisboten. Außerdem richtet er den Blick bereits auf das nächste Jahr, in dem immerhin das 20. Jubiläum für den Mittelalter-Markt auf dem Programm steht, welches einige Highlights verspricht.

Am letzten Abend hat Manfred Wodarczyk noch seine Runde über den Historischen Markt gedreht und sich hier und da ein Feedback abgeholt. Sein Fazit: „Alle wollen wieder kommen.“ Das betreffe nicht nur die Verkaufsstände, sondern auch die vorführenden Handwerker. Alle seien „recht guat“ drauf gewesen, insgesamt sei der Schongauer Sommer wie eine große Familie geworden, so der Macher.

Einziger Wermutstropfen: das Wetter. Aber das ist ja schließlich nicht zu ändern. „Das Wetter hat uns schon ein bisschen einen Strich durch die Rechnung gemacht“, sagt Wodarczyk. Bewährt haben sich aber auch hier die in diesem Jahr wieder vorhandenen Sonnenschirme. Im vergangenen Jahr hatte der Veranstalter die Schirme wieder abbauen müssen, da es Beanstandungen vom Landratsamt gegeben hatte. „Ohne sowas ist eine solche Veranstaltung ja nicht machbar“, so Wodarczyk im Bezug auf die Schirme. Hatten sie im vergangenen Jahr bei extremer Hitze sehr gefehlt, haben sie heuer bei Sonne und Regen gute Dienste geleistet.

Stolz ist der Veranstalter darauf, dass es auch in diesem Jahr keinerlei Probleme mit Randalierern oder dergleichen gab. Kein einziges Mal musste die Polizei gerufen werden.

Nicht ganz einverstanden waren hingegen offenbar einige Besucher damit, dass der Bierpreis auf 4,50 Euro angehoben wurde. „Da waren viele brüskiert“, weiß Wodarczyk. Man habe in diesem Jahr nicht zuletzt wegen des vorausgegangenen Theater-Festspiels gut haushalten müssen und immerhin sei der Eintritt nach wie vor frei gewesen. Das könnte sich schon im nächsten Jahr ändern.

Denn nach dem Historischen Markt ist schließlich auch vor dem Historischen Markt. Und der feiert 2020 sein 20-jähriges Bestehen. Viel verrät Veranstalter Wodarczyk aber noch nicht. Nur so viel: Das Jubiläum soll schon etwas besonderes werden und es wird sicher ein bisschen mehr geben. Außerdem steht für ihn fest, dass er die Band „Furunkulus“ wieder mit an Bord haben möchte. Die Mittelalter-Gruppe aus Plattling hatte heuer wegen des Gesundheitszustandes eines ihrer Mitglieder absagen müssen. „Alles andere bleibt noch geheim“, so Wo­darczyk, der aber „einige Highlights“ ankündigt.

Während es bisher immer noch hieß „An allen Tagen kein Wegezoll“ wird sich das im nächsten Jahr wohl ändern. Die Überlegungen bestünden ja schon länger. Immerhin verlangen alle Märkte im Umkreis Eintritt und der Platz verursache eben auch gewisse Fixkosten, begründet der Veranstalter. Modelle gebe es da verschiedene, am Ende muss der Verein eine Entscheidung treffen. 

asn

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