Wieder auf der Suche

Kämmerer verlässt die Verwaltungsgemeinschaft Bernbeuren

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Die Position des Kämmerers wieder zu besetzen, habe hohe Priorität, sagt Bürgermeister Martin Hinterbrandner. „Hudeln“ müsse man aber nicht.

Bernbeuren – Der Sage nach birgt der Auerberg einen uralten Schatz. Ist das so, hütet den in Zukunft aber jemand anderes: Bernbeurens Kämmerer Maximilian Moll wechselt Anfang April seinen Job, die Verwaltungsgemeinschaft ist zur Nachfolgersuche gezwungen.

Wohin es ihn zieht und wieso die Entscheidung gereift ist, Bernbeuren zu verlassen, will der Noch-Kämmerer nicht verraten. „Ich bin noch bis Ende März hier und es würde die Zusammenarbeit nicht vereinfachen“, erklärt er, wieso er auf eine Bekanntgabe verzichten will. Nur so viel: Die Aufgabe als solche mache ihm Spaß, die Zusammenarbeit in der Kämmerei bezeichnet er als „einwandfrei“.

Den Abgang Molls – der Mittzwanziger ist der dritte Kämmerer seit 2016, der Bernbeuren verlässt – bezeichnet Bernbeurens Bürgermeister Martin Hinterbrandner als bedauerlich. „Das haben wir uns anders vorgestellt“, sagt er. Dennoch sei es ein normaler Vorgang, den es hinzunehmen gelte. „Einer Chance auf Weiterentwicklung wollen wir uns nicht in den Weg stellen“, so der Rathaus-Chef, der aber auch nicht wisse, wohin sich Moll orientiert.

Die Stelle des Kämmerers sei eine wichtige, erklärt Hinterbrandner, die es unbedingt neu zu besetzen gelte. Und zwar einerseits zügig, andererseits aber auch mit dem unbedingt passenden Kandidaten. „Die zuständigen Stellen und Gremien werden ohne große Zeitverzögerung, aber auch ohne Hudeln aktiv.“ Die Stelle auszuschreiben sei gleichsam denkbar, wie direkt auf Personen zuzugehen. Zuvor gelte es aber, sich mit der Mitarbeiterschaft ebenso abzustimmen, wie beispielsweise mit Burggens Bürgermeister Joseph Schuster, dessen Gemeinde zur Verwaltungsgemeinschaft gehört. Möglicherweise wird aber Geduld gefragt sein.

Denn: „Der Verwaltungsbereich ist nicht gerade mit einem Heer an arbeitssuchenden Fachkräften gesegnet“, beschreibt Hinterbrandner. Die Mitarbeiterschaft um Geschäftsleiter Martin Neuber und Elisabeth Keck vom Bauamt sei aber qualifiziert, erfahren und engagiert genug, um eine Vakanz zu überbrücken.

„Wir würden Prioritäten setzen müssen“, schildert der Bürgermeister. Das Verwaltungspersonal sinnvoll zu entlasten, habe sich der Gemeinderat ohnehin zum Ziel gesetzt. Zum Beispiel ließen sich Arbeiten an externe Fachleute vergeben. „Es gibt Detailarbeiten, wo Spezialisten zwar nicht kompetenter, aber schneller sind, als unsere eigenen Leute“, so Hinterbrandner.

Dass die Fluktuation auf seiner Position die Entwicklung der Verwaltungsgemeinschaft behindert, glaubt auch Moll nicht. „Eine Einarbeitung braucht jeder überall“, schätzt er ein. Allzu lang dauere diese aber nicht. „Bernbeuren ist sehr gut aufgestellt.“

ras

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