Umweltinitiative Pfaffenwinkel in personellen Nöten

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Vor den Vorstandswahlen unter der Leitung von Klaus Hiefner hatten sich die Reihen bereits gelichtet.

Peiting – Die Umweltinitiative Pfaffenwinkel (UIP) kämpft mit einem Problem, das auch viele andere Vereine und Organisationen kennen: Wichtige Ämter bleiben mangels engagierter Freiwilliger unbesetzt. Seit der Jahreshauptversammlung am Donnerstag vergangener Woche fehlt ein drittes Vorstandsmitglied und ein Pressesprecher. Eine außerordentliche Mitgliederversammlung soll Klarheit über die weitere Zukunft bringen.

Bei den turnusmäßigen Wahlen wurden Bernhard Maier und Gerhard Kral zwar als Vorsitzende, Leo Barnsteiner als Kassier und Michael Kirchbichler als Organisationsleiter wieder gewählt. Franz Harbers zog sich aber als Vorstand zurück und übernimmt künftig das Amt des Schriftführers. Auch die bisherige Pressesprecherin Claudia Fenster-Waterloo stellte sich nicht mehr zur Wahl. „Ich engagiere mich in der Flüchtlingsarbeit, insgesamt wird so die Zeit knapp“, sagte sie dem Kreisboten.

Die beiden damit vakanten Posten blieben unbesetzt – ein Verstoß gegen die Satzung. Deshalb folgt zeitnah eine außerordentliche Mitgliederversammlung. „Dort wird über die Zukunft der UIP entschieden“, teilt Fenster-Waterloo mit. „Wir hoffen sehr, dass sich jemand findet.“

Finanziell gesund

Zumindest finanziell steht die UIP auf gesunden Beinen. Gemäß Barnsteiners Kassenbericht beträgt das Vereinsvermögen mehr als 5 000 Euro, obwohl die Mitgliedsbeiträge für 2017 noch nicht eingezogen worden sind.

In ihrem Rechenschaftsbericht hatten die – zu diesem Zeitpunkt noch – drei gleichberechtigten Vorsitzenden eine Bilanz der Aktivitäten der letzten Zeit gezogen: Maier thematisierte das Bürgerbegehren Peiting. Harbers hob die Bedeutung des Projekts Nationalpark Ammergebirge hervor. Kral kündigte an, dass Mitte März die Neuauflage der Penzberger Broschüre „Lust auf Natur in unseren Gärten“ vorgestellt werden wird, an der die UIP beteiligt war. Im neuen Jahr plant die Initiative eine Müllsammel- und Kunstaktion.

Hans Schütz verwies auf die Bedeutung der Vernetzung mit anderen Organisationen. Informationsaustausch und Zusammenarbeit hätten die UIP zu einem anerkannten Akteur für den Umweltschutz im Landkreis gemacht. Positiv bewertete er auch, dass der Bund Naturschutz Weilheim-Schongau die Bemühungen für einen Nationalpark Ammergebirge unterstütze, die Pfaffenwinkelbahn gute Chancen auf eine Verlängerung bis zum Schongauer Krankenhaus habe und die Ammer als „Referenzfluss für einen Alpenfluss“ erhalten bleiben und weiter renaturiert werden solle.

Schon zuvor hatten die etwa dreißig Besucher erfahren, woher die Begriffe Schäferstündchen, Hirtenbrief und Panflöte rühren sowie einiges mehr über die Schäferei. Heinz Förder zeigte in seinem Film, wie sich die Entwicklung von der Drei-Felder-Wirtschaft zum Maisanbau auswirkte. Heute sprechen insbesondere ökologische Gründe für die Schafhaltung. Denn für die Biotoppflege sind Schafe und Ziegen unersetzlich. 

kb

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