WGS-Schüler entwickeln Rennauto

Auf dem Formel1-Stockerl

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Lara Croll, Lukas Martin (1. und 2. v. links), Tobias Thiele, Dominik Dotzer (3. und 4. v. links) von der „Scuderia WGS“ gemeinsam mit Andreas Thormann von der Firma ept, die beim Fräsen der Miniatur-Boliden einsprang.

Schongau – Rennsportluft schnuppern, das war das Ziel des P-Seminars „F1 in der Schule“ des Welfen-Gymnasiums Schongau, das als „Scuderia WGS“ und „Project-V“ am gleichnamige internationalen Wettbewerb teilnahm. Mit Erfolg: Beim Bayernentscheid in Hof landeten die Schongauer auf dem zweiten und dem fünften Platz.

Ein Zug in Hof, „ganz oben in Bayern“, wie die Stadt gerne von sich behauptet. Darin ein Abteil mit Schülern des Welfen-Gymnasiums Schongau im Alter von 17 und 18 Jahren. Immer wieder ertönen laute Jubelschreie: „Vizemeister!“ und „Ich glaub‘s nicht!“. Die Jugendlichen feiern sich selbst und ihren Erfolg. Als Teilnehmer des P-Seminars „Formel 1 in der Schule“ nahmen sie am vergangenen Wochenende am gleichnamigen internationalen Wettbewerb am Schiller-Gymnasium in Hof teil.

Hauptbestandteil des Wettbewerbs war die Konstruktion und der Bau eines Miniatur-Formel1-Wagens mit professioneller 3D-CAD-Software. Angetrieben von einer Kohlenstoffdioxid-Pa­trone musste dieser eine 20 Meter lange Rennstrecke in möglichst kurzer Zeit bewältigen. Wenngleich die Mini-Boliden nicht ganz mit ihren großen Vorbildern mithalten können, bringen sie ordentlich Leistung mit: Der Weltrekord für eine Runde liegt bei unter einer Sekunde, was einer Höchstgeschwindigkeit von deutlich über 72 Stundenkilometern entspricht.

Daneben mussten die Schüler den Planungs- und Produktionsprozess ihres Wagens in einem ausführlichen Portfolio, einer kurzen Präsentation und auf einem kreativ gestalteten Messestand darstellen. Das Welfen-Gymnasium nahm in diesem Jahr zum ersten Mal teil. Zwölf Schüler traten dabei in den zwei Teams Project-V und Scuderia WGS mit ihren selbstkonstruierten Rennwagen an.

Trotz mangelnder Erfahrung schlugen sich beide Mannschaften sehr ordentlich. Project-V ergatterte nach Wertung aller Kriterien im bayernweiten Vergleich den fünften Rang, die Scuderia WGS landete mit dem bayrischen Vizemeistertitel sogar einen noch größeren Wurf.

„Eine Leistung, die nur durch die großartige Unterstützung der externen Partner aus der Region erreicht werden konnte“, freut sich Schulleitungs-Mitarbeiterin Julia Lindner. Hervorzuheben sei das Ausbildungszentrum der Hirschvogel Automotive Group und die Firma ept. Denn als der geplante Fräspartner ausfiel, sprang ept ein und fräste innerhalb einer Woche fünf Rennwagen. „Die Arbeitszeit für ein fertig gefrästes Auto beträgt immerhin stolze fünf Stunden“, erklärt Lindner, die sich auch bei der Frank Hirschvogel Stiftung, bedankt. Diese sei bereits in zahlreichen anderen Projekten im Welfen-Gymnasium engagiert und habe die Finanzierung der beiden Rennteams übernommen.

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