Spirale dreht sich weiter

Quadratmeterpreise auch in Peiting immer höher

Gründstückspreise
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Wie einen Preis festlegen, wenn sich die Spirale unablässig dreht?
  • vonJohannes Jais
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Peiting – Die Preisspirale beim Bauland dreht sich weiter. Das hat auch Auswirkung auf den Verkauf der gemeindlichen Grundstücke im Baugebiet Drosselstraße. Zehn Grundstücke für Doppelhaushälften werden dort angeboten. Insgesamt handelt es sich um eine Fläche von 3.600 Quadratmetern. Der Preis ist nun auf 320 Euro je Quadratmeter festgelegt worden.

Bei zwei Gegenstimmen von Thomas Elste (Grüne) und Norbert Merk (CSU) haben die Gemeinderäte den Vorschlag der Marktverwaltung gebilligt. Die Erschließungskosten für Wasser, Kanal und Straße kommen bei den 320 Euro je Quadratmeter noch hinzu. Dabei ist von zirka 50 Euro je Quadratmeter auszugehen.

Es gibt auch einen ermäßigten Verkaufspreis. Der ist auf 256 Euro je Quadratmeter festgelegt worden und kann dann Anwendung finden, wenn Bauwerber die Bedingungen für vergünstigten Baugrund beim Vergabeverfahren erfüllen. Dabei spielen Kriterien wie die Höhe des Einkommens bzw. die Zahl der Kinder eine Rolle.

Zu bedenken ist, dass der Bodenrichtwert beim Wohnbauland im nördlichen Bereich Peitings Ende 2018 voll erschlossen bei 270 Euro lag. Aufgrund der allgemeinen Preisentwicklung auf dem Grundstückssektor hält man im Peitinger Rathaus eine Erhöhung des Wertes um 36 Prozent für angemessen, so Stefan Kort, der Geschäftsleiter im Peitinger Rathaus. Die Erhöhung fällt freilich mehr als deutlich aus, umgerechnet sind es 1,2 Prozent – wohlgemerkt im Monat und nicht im Jahr.

Zur Anwendung kommt der neue Preis bei den Grundstücken für die fünf gemeindlichen Doppelhäuser am Unterfeldweg, was zehn Doppelhaushälften entspricht. Die andere Hälfte im „Baugebiet an der Drosselstraße Teil II“ vermarktet der Grundstückseigentümer des Feldes aus eigenen Stücken.

Im Weilheimer Bereich würde man über den Preis von 320 Euro je Quadratmeter lachen, zog Geschäftsleiter Kort einen Vergleich. Thomas Elste fragte nach, wie denn die Gemeinde dann verfahre, wenn der neue Bodenrichtwert höher angesetzt werde als derzeit angenommen. Mit dem Satz „Ich kann Ihnen nur umfassend zustimmen“ stellte sich auch Norbert Merk (CSU) hinter Elste.

„Wir kommen in Peiting aus einem Markt, der sehr niedrig war.“ Erst allmählich würden die Entwicklungen im Großraum München bis in den westlichen Landkreis Weilheim-Schongau durchschlagen, so Merk. Er vertrat die Ansicht, der Bodenrichtwert sei deutlich höher als der von der Gemeinde angesetzte Betrag (320 Euro).

Bürgermeister Peter Ostenrieder sah das anders. Man wolle den Bürgern schon Baugrund anbieten, der noch zu bezahlen sei. Die gleiche Meinung vertrat Christian Lory (Unabhängige). Tobias Eding (SPD) fand es wichtig, den Peitingern die Möglichkeit zu geben, „hier in der Gemeinde zu bleiben“.

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