"Glücksfall" greifbar nah

Eigentümer senden positive Signale zum Radweg-Projekt Birkland

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Zeigte den Birkländern auf der Bürgerversammlung den Verlauf des Geh- und Radweges: Florian Kreitl vom Marktbauamt.

Birkland – Greifbar nahe scheint der Bau eines Geh- und Radweges entlang der Staatsstraße in Birkland zu sein. Bürgermeister Michael Asam spricht von einem positiven Signal: Einige Eigentümer seien bereit, dafür Grund abzutreten. Die Verwirklichung des Projektes wäre „ein Glücksfall“, so der Rathauschef.

Auf der gut besuchten Bürgerversammlung in Birkland erneuerte Asam den Appell an die betroffenen Grundstücksbesitzer. Bezahlt werde der ortsübliche Preis, gab Asam zu verstehen. Er wolle öffentlich keinen Quadratmeterpreis nennen, fügte er hinzu.

Benötigt werden ungefähr 5.000 Quadratmeter Fläche westlich der Staatsstraße 2014. Dies betrifft eine 1,2 Kilometer lange Strecke. Sie beginnt in Birk­land an der Abzweigung zur Hofener Straße und endet 250 Meter südlich des Sägewerkes; also im Wald, wo ein Wanderweg Richtung Schongau weiterführt.

Die Kosten für die Gemeinde Peiting sind gering. Denn den 2,5 Meter breiten Geh- und Radweg bezahlt der Staat. Das Bauamt in Weilheim hat die Bereitschaft dazu gegenüber der Marktgemeinde bekundet. Dies sei eine „einmalige Gelegenheit“, kommentierte Bürgermeister Asam.

Zur Topografie

Marktbaumeister Fabian Kreitl stellte auf mehreren Skizzen das Projekt vor. Der Geh- und Radweg sei nirgendwo auf der Fahrbahn geplant, auch nicht an der Engstelle auf der Kuppe südlich der Ortschaft, wo ein Stadel steht. Zur topografischen Ansicht erklärten Kreitl und Asam, das schaue steiler aus, als es in Wirklichkeit sei.

Die Menge der Aufschüttungen sei akzeptabel. Man sei weit davon entfernt, was bei der 2018 vorgestellten Variante benötigt würde, die abseits der St 2014 im Osten verlaufen hätte sollen. Dafür wäre eine Erdbewegung von 7.000 Kubikmeter erforderlich. Freilich ist diese Alternative wieder vom Tisch. Denn die Resonanz darauf war bei der Bürgerversammlung im Mai 2018 deutlich negativ.

Zum Geh- und Radweg entlang der St 2014 gab es noch einige Fragen und Anregungen auf der Bürgerversammlung. Die Stichpunkte:

Querungshilfe: Ein Birkländer wünschte sich dort, wo die Dekan-Schmölz-Straße in die St 2014 mündet, einen sicheren Übergang. Bürgermeister Asam meinte, es sei zu überlegen, ob dort eine Querungshilfe installiert werden könne.

Geschwindigkeit: Mehrere Besucher der Bürgerversammlung sprachen sich für eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf der St 2014 südlich von Birkland aus.

Beleuchtung: Dazu sagte Asam, dass an überörtlichen Radwegen keine Lampen errichtet werden.

Leitplanke: Auf der Bürgerversammlung kam diese Anregung: Ein Beitrag zur Sicherheit ist es, wenn an der engen Kurve im Süden eine Leitplanke befestigt wird, die den Geh- und Radweg von der Staatsstraße trennt. 

jj

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