Von Schongau ans Nordkap

Ralf Schnabel legt mit seinem E-Bike 4.079 Kilometer zurück

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Geschafft! Der Schongauer Ralf Schnabel ist nach 4.079 Kilometern am Nordkap angekommen.

Schongau – 28 Tage. 4.079 Kilometer. Ein Fahrrad. Der Schongauer UWV-Stadtrat Ralf Schnabel ist im Sommer von Schongau ans Nordkap in Norwegen gefahren – mit seinem E-Bike. Mit der Aktion will er auf das Thema Gemeinwohl-Ökonomie aufmerksam machen. Und obwohl nicht immer alles glatt lief, war die Reise ein voller Erfolg. Nicht zuletzt, weil Schnabel mit seiner Aktion Spenden für die Schongauer Bürgerstiftung gesammelt hat. Seit rund einer Woche ist der Schongauer wieder zu Hause. Zeit, das Erlebnis nochmal Revue passieren zu lassen.

190 Kilometer hat die Tachonadel nach dem ersten Tag im Sattel bereits angezeigt. Damit hat es Schnabel bis nach Weißenburg geschafft. Der Wettergott hat es dabei gut mit ihm gemeint und bei herrlicher Abendstimmung an einem idyllischen Plätzchen an einem See, konnte der Schongauer den Auftakt entspannt ausklingen lassen. So kann‘s doch weitergehen.

Am dritten Tag hat Schnabel dann gleich vier Bundesländer auf einmal passiert. Von Bayern ging es via Thüringen, Hessen nach Northeim/Niedersachsen. Doch trotz E-Bike musste der Schongauer ganz schön strampeln. Bei einer Ladung von 135 Kilogramm ist eben doch ein bisschen Muskelschmalz gefragt.

Und schon am fünften Tag war es soweit: die letzte Nacht in Deutschland stand an. Am nächsten Tag erreichte er Dänemark. Doch lange sollte er sich hier nicht aufhalten. 36 Stunden gab sich Schnabel selbst Zeit, das Land zu durchqueren. Doch diesmal lief es nicht so glatt, wie die bisherige Reise. Das Wetter machte nicht mehr so richtig mit und gute Regenausrüstung war gefragt. Als es dann mit der Fähre von Hirtshals nach Stavanger (Norwegen) gehen sollte, die nächste Pleite: Kein Platz mehr auf dem Schiff. Es sah ganz nach einer zweitägigen Zwangspause aus. Aber dann hat es Schnabel doch noch mit seinem E-Bike auf die Fähre geschafft.

Die restliche Reise hätte nicht besser laufen können. Traumhafte Landschaften, viele interessante Begegnungen und nur an drei von den 28 Tagen hat es letztlich geregnet. Doch Tag 15 hatte es nochmal in sich. Der Motor seines E-Bikes wollte nicht mehr. Ein Austausch hätte mindestens sieben Tage gedauert. Schnabel hatte schon mit der Reise abgeschlossen und sich Gedanken über den Nachhauseweg gemacht. Doch dann die gute Nachricht vom Hersteller: In vier Tagen sollte er einen neuen Motor bekommen.

So hat er es doch noch ans Nordkap geschafft. Wie viele Spenden zusammengekommen sind, steht noch nicht fest. Wer noch naträglich spenden möchte: Sparkasse Oberland, IBAN: DE5470 3510 3000 3251 3186, Stichwort GWOe-Biker. 

Stephanie Novy

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