Lokalmatadore mischen beim Rasenmäherrennen vorne mit

Mordsmäßige Gaudi

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Heiße Duelle um die Positionen lieferten sich die Piloten auf ihren Rasenmähertraktoren in Schongau.

Schongau – Traktion, Beschleunigung und die richtige Reifenwahl – Das ist nicht nur in der Formel-Eins wichtig. Auch bei Rasenmähertraktoren kann das eine wichtige Rolle spielen, sofern sie als Rennmaschinen gegeneinander antreten, wie zuletzt in Schongau.

Zum neunten Mal stand auf der Wiese zwischen der Firma Hirschvogel und der Spedition Ressle das Duell der flotten Mäher auf dem Programm, bei denen die 21 Fahrer aus ganz Deutschland ordentlich aufs Gas traten. „Das ist eine mordsmäßige Gaudi“, meinte Renn-Organisator Hermann Gleich. 

In zwei Klassen gingen die aufgemotzten Mini-Traktoren an den Start, in der Standardausführung mit bis zu 20 PS und in der Klasse der getunten Modelle mit bis zu 60 PS. „Die würden auf der Straße locker 90 km/h schaffen“, erklärte Gleich. Die Höchstgeschwindigkeit war auf dem kurvenreichen Kurs jedoch nicht so wichtig, wie die Beschleunigung. Anbremsen vor der Kurve, möglichst ohne großes Driften, dann durch die Kurve steuern und dann so schnell wie möglich heraus beschleunigen, so hieß das Erfolgsrezept. Dazu noch die richtige Linienwahl und schon reichte es in den drei Rennen zu einem Spitzenplatz. Drei Durchgänge mussten alle Teilnehmer in den beiden Klassen absolvieren. Die Standardmodelle mussten jeweils 15 Minuten den Parcours, der von zahlreichen Zuschauern umsäumt war, umrunden. Für die Sonderklasse waren es dann zwanzig Minuten. Je nach Starterzahl gab es entsprechende Punkte. Sieger war am Ende derjenige, der die meisten Zähler sammelte. Mit zwei Siegen in den drei Rennen der Standardklasse war Stefan Holzmann aus Steingaden der erste Platz in seinem Bewerb nicht zu nehmen. Hinter ihm landete Walter Ott, der für den Schongauer Rennstall Misgurnus Fossilis startet. Im Neunerfeld belegte Dominik Stifter (Peiting) Rang sechs. Steve Junitsch (Peiting) landete auf Position neun. 

Auch in der offenen Klasse mischten die Lokalmatadore gut mit. Ganz oben auf dem Podest landete mit Andreas Krüger (Wedemark) jedoch ein Starter aus dem Norden. Dahinter kamen Andreas Schmid (Rottenbuch) und Martin Sinn (Schwabsoien) als Zweiter und Dritter in die Wertung. Florian Hallmann (Schongau) wurde Sechster und Max Becher (Schongau) holte sich unter zwölft Startern Platz elf.

Von Roland Halmel

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