Hier muss saniert werden:

Gegen Stolperfallen

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Einen barrierefreien Übergang wünschen sich die Mitglieder des Bau- und Umweltausschusses in der Karmeliterstraße in Höhe des Pflegeheimes.

Schongau – Umfangreiche Straßenbauarbeiten kommen in nächster Zeit auf die Stadt zu. Das Bauamt hat im April die Straßenschäden aufgenommen und vor allem im Rathausumfeld und in der Karmeliterstraße müssen einige Stolperfallen beseitigt werden.

Der Frost hat dem Pflaster rund um das Rathaus im letzten Winter zugesetzt. Vor allem an der Süd- und Westseite habe sich gezeigt, dass der Oberbau nicht mehr frostsicher sei und die Wasserdurchlässigkeit somit nicht mehr gewährleistet war, wie Tiefbau-Chef Martin Blockhaus dem Bau- und Umweltausschuss erläuterte. Da sich die Platten dadurch teilweise aufstellten, musste der Gehweg im Winter sogar teilweise gesperrt werden.

Der Frost hat vor allem auf der Süd- und Westseite des Rathauses für Schäden gesorgt. Die Frostschutzschicht soll daher jetzt erneuert werden.

Blockhaus machte zwei Vorschläge, wie mit dem Problem umgegangen werden könnte: Entweder man warte ab bis zur Realisierung des Projektes Neugestaltung Münz- und Weinstraße oder man müsse die Frostschutzschicht zuvor erneuern. Wenn man die Neugestaltung abwartet, die für 2019 geplant ist, müsse man allerdings in Kauf nehmen, dass der Gehweg im Winter wieder kurzzeitig gesperrt werden muss, so der Tiefbauamts-Chef. Eine dritte Möglichkeit wäre es, die Sanierung der betreffenden Bereiche vorzuziehen. Das empfehle er aber nicht, erklärte Blockhaus. Denn eine Förderung des Teilbereiches ist fraglich. Einstimmig sprach sich der Bauausschuss der Stadt Schongau dafür aus, die Instandsetzung jetzt anzugreifen. Michael Eberle (CSU) regte an, im Zuge dessen auch weitere „Stolperfallen“ zu beseitigen, die sich rund um das Rathaus durch die Entfernung von Verkehrszeichen aufgetan hätten. Die Kostenschätzung für die Maßnahme liegt bei etwa 15.500 Euro.

Dämpfer und Barrierefreiheit

Einen weiteren Problembereich stellt die Karmeliterstraße dar. Die Aufpflasterungen im dortigen Bereich sind sanierungsbedürftig. Von Seiten der Heilig-Geist-Spitalstiftung sei außerdem angeregt worden, die Querungen aufgrund der erhöhten Lärmbelastung zurückzubauen. Außerdem ist der Fußgängerüberweg beim Altenheim nicht barrierefrei. Die Markierungen des Überweges lösen sich zudem immer sehr schnell ab.

Der Bauausschuss beschloss nun einstimmig, die insgesamt sieben Pflasterflächen in der Karmeliterstraße zurückzubauen und durch Asphalt zu ersetzen. Der Fußgängerüberweg im Bereich des Altenheimes soll außerdem nach Absprache mit dem Behindertenbeauftragten barrierefrei ausgebaut werden. Der Bauausschuss entschied sich mit dem Asphalt für die günstigere Variante. Die Kosten der Maßnahme schätzt Blockhaus auf rund 26.055 Euro. Eine Ausgestaltung mit Granitpflaster wäre schätzungsweise auf etwa 33.290 Euro gekommen.

Da die Pflasterungen außerdem als Geschwindigkeitsdämpfer dienten, sollen hier – in Absprache mit Feuerwehr und Rettungsdienst – nun zwei Einengungen diese Funktion übernehmen. Paul Huber (CSU) schlug vor, eine dieser Verengungen direkt vor dem Eingang des Pflegeheims zu errichten, damit die Bewohner sich länger auf dem Gehweg und kürzer auf der Straße befänden. 

Astrid Neumann

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