Reaktivierung der Fuchstalbahn prüfen – Landkreis und "Initiative Fuchstalbahn" loten Chancen aus

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KREISBOTE; Schongau – Bürgermeister und Vertreter der Bayerischen Eisenbahngesellschaft trafen sich vor Kurzem im Rathaus, um die Chancen für die Fuchs-talbahn auszuloten. Landrat Dr. Friedrich Zeller und der Vorsitzende der Fuchstalbahn-Initiative Tyll-Patrick Albrecht hatten dazu Vertreter der Kreistagsfraktionen und von „Pro Bahn“ geladen. „Die straßenseitige Verbindung zwischen Landsberg und dem Mittelzentrum Schongau/Peiting kann sich sehen lassen, seit der Bund die B17 drei-streifig ausgebaut hat. Der Straßenverkehr hat gewonnen, aber mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist die Verbindung nach wie vor schlecht. Deshalb bleibt es ein wichtiges Ziel, die Fuchstalbahn für den Personenverkehr zu reaktivieren“, erklärte Zeller. Die Initiative Fuchstalbahn habe im Sommer 2009 gezeigt, dass touristischer Verkehr auf der Schiene möglich ist. Verbunden mit kulturellen Ereignissen sei es gelungen, Besucherverkehr auf die Fuchstalbahn zu bringen und die Zugverbindung für einige Wochenenden im Sommer zu reaktivieren. Der Neubau der B17 habe es mit sich gebracht, dass etliche Bahnübergänge geschlossen wurden. Deshalb gelte es zu prüfen, ob nicht unter neuen Voraussetzungen ein Personenverkehr auf der Fuchstalbahn möglich ist, heißt es einer Pressemeldung aus dem Landratsamt. Die Bayerische Eisenbahngesellschaft (BEG) erklärte in einem Brief, dass sowohl die BEG als auch das Bayerische Wirtschaftsministerium einer Reaktivierung grundsätzlich kritisch gegenüber stehen. Die BEG stellt fest: „Voraussetzung einer Reaktivierung wäre, dass sich ein Dritter bereit erklärt, die Schieneninfrastruktur auf eigene Kosten in einen Zustand zu versetzen, der ein zeitgemäßes SPNV-Angebot ermöglicht. Wenn dies sichergestellt ist und zugleich ein ausreichendes Fahrgastpotenzial nachgewiesen werden kann, prüft die BEG, ob eine Bestellung von Schienenpersonennahverkehr möglich ist.“ Heimo Seeger, Geschäftsführer der Bayerischen Regional Bahn (BRB), sieht das Schreiben als Momentaufnahme und betont: „Diese Lage wird sich ändern, besonders wegen der steigenden Energiepreise.“ „Die touristischen Fahrten im Sommer 2009 waren ein schönes und erfolgreiches Experiment“, so Seeger weiter. Die Resonanz bei den sommerlichen Fahrten steigerte sich von Wochenende zu Wochenende. So wurden 10000 Personen während der 14 Betriebstage befördert. Die Reaktivierung soll in kleinen Schritten weiterverfolgt werden, mit dem großen Ziel der Schließung des Eisenbahnrings über Geltendorf. Abschließend wurde festgestellt, dass der touristische Verkehr gut angenommen wurde und auch in Zukunft angeboten werden soll. Ein konkretes Konzept für den Sommer 2010 wird nun erarbeitet. Nach Fertigstellung soll es an den Wirtschaftsminister Zeil mit der Bitte um finanzielle Unterstützung weiter- geleitet werden.

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