Regionalwettbewerb Jugend forscht in Peiting

"Klinkenputzer" überzeugt die Jury

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Der Schwabsoier David Wintersberger mit seinem automatischen Türgriffsäuberer.

Peiting – Sie haben gebastelt, experimentiert und präsentiert: 125 Nachwuchsforscher haben mit 57 Projekten am Regionalwettbewerb von „Jugend forscht“ und „Schüler experimentieren“ teilgenommen. Für neun von ihnen hat sich die Mühe besonders gelohnt: Ihre sechs Projekte wurden bei der Siegerehrung am Mittwoch in der Peitinger Schloßberghalle mit einem ersten Platz ausgezeichnet. Sie dürfen damit an den Landeswettbewerben teilnehmen. Unter ihnen ist mit dem Schwabsoier David Wintersberger auch ein heimischer Vertreter. 

Die Erfindung, die Wintersberger im Bereich Technik von „Schüler experimentieren“ eingereicht hatte, ist ein automatischer Türgriffsäuberer. Dabei handelt es sich um einen so genannten „Putzring“, der im Innern aus einem kreisförmigen Schwamm besteht, und den Türgriff mit Hilfe eines Drahts und eines batteriebetriebenen Motors ohne menschliches Zutun säubert. 

Die Jury hatte der zwölfjährige Schüler der Schongauer Pfaffenwinkel-Realschule damit sofort überzeugt. Der erste Platz war nicht die einzige Auszeichnung für ihn. Zuvor hatte er schon den Sonderpreis der Stadt Schongau überreicht bekommen. 

Während neben Wintersberger noch vier weitere „Schüler experimentieren“-Projekte die Qualifikation für den Landeswettbewerb schafften, lag die Hürde fürs Weiterkommen bei „Jugend forscht“ diesmal ziemlich hoch. Die Jury vergab nur einen ersten Platz. 

Darüber freuen durften sich die Sonthofener Gymnasiasten Patrick Buchenberg und Jonas Borth. Sie hatten eine „Orientierungshilfe für Sehbehinderte“ entwickelt, die auf einen Blindenstock aufgesetzt werden kann und dessen Reichweite mittels Sen-soren erhöht. Die Jury lobte die „tolle Idee“ und vergab gleich noch zwei Sonderpreise an die beiden 18-Jährigen.

Apropos Sonderpreise: Wenn schon nicht übers Weiterkommen durften sich heimische Schüler zumindest über einige Auszeichnungen freuen. Linus Meier, Alexander Meier und Sven Köhler (Welfen-Gymnasium) bekamen für ihr drahtloses Multifunktionssensormodul den Sonderpreis für eine tolle industrietypische Anwendung. 

Annalisa Nägele, Annika Nägele und Salome Janssen von der Pfaffenwinkel-Realschule wurden für die gute Präsentation ihrer selbstdesinfizierenden Türklinke ausgezeichnet. 

Der Komplett-Automatische-Panierer von Clara Fochler, Sarah Janssen und Franziska Herz (Welfen-Gymnasium) war der Jury der Sonderpreis für eine originelle Arbeit wert. 

Josef Frühschütz-Grüning, Moritz Seelos und Noah Würzle wurden für ihre besonders pfiffige Idee ausgezeichnet. Die Schongauer Realschüler hatten eine Zoombrille konstruiert. 

„Zutiefst beeindruckt“ von den Projekten zeigte sich Thomas Englmann, Leiter des Unternehmensbereichs Antriebs-technik und Mitglied der Konzernleitung bei Hoerbiger. Das Unternehmen sponsert den Wettbewerb bereits seit elf Jahren. 

„Das, was ihr hier gezeigt habt, nötigt mir großen Respekt ab“, sagte er und fügte hinzu: „Um trotz der Globalisierung weiter wettbewerbsfähig zu bleiben, brauchen wir junge Menschen, die wissbegierig, forschungsfreudig und leistungsbereit sind. Genau wie die Teilnehmer von Jugend forscht. Mit ihren Ideen, Erfindungen und Entdeckungen bringen sie den Standort Deutschland nach vorne.“

Christoph Peters

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