Reklame für den TSV Schongau

Stadtrat Heinrich Forster und die übrigen Mitglieder des Bauausschusses nahmen den Standort für die Bandenwerbung im Schongauer Sportstadion genau unter die Lupe. Foto: Peters

Nun kommt sie also doch: Am vergangenen Dienstag hat der Bauausschuss der Stadt dem Antrag des TSV Schongau auf eine weitere Werbebande im Sportstadion zugestimmt. Einzig der 2. Bürgermeister Paul Huber votierte dagegen.

Schon im Dezember hatte sich das Gremium mit dem Antrag der Fußball-Abteilung beschäftigt. Darin bat der Verein darum, auch die westliche Gerade des Sportstadions mit einer Werbebande bestücken zu dürfen. Erst im März 2011 hatte die Stadt einer Werbeanlage auf der östlichen Seite zugestimmt, die die Fußball-Abteilung aber mittlerweile restlos an Werbekunden verkauft hatte. Die Räte allerdings reagierten zurückhaltend auf das Vorhaben, fürchteten um das Gesamtbild des Stadions und entschieden schließlich, eine Entscheidung erst nach einer Ortsbegehung zu fällen. Am Dienstag traf sich der Bauausschuss daher am Sportstadion, um sich vor Ort ein Bild zu machen. Bei der Diskussion ging es wieder um den Standort der Werbebande. Während der TSV sie gern statt des Zauns oberhalb der Zuschauerbänke anbringen wollte, favorisierte Helmut Schmidbauer (CSU) wie einige weitere Räte die Steinmauer an der Tartanbahn. Dagegen spreche allerdings, wandte Armin Schleich (SPD) ein, dass die Befestigung dort laut den Hausmeistern einen „großen Aufwand“ darstellen würde. TSV-Vorstandsmitglied Helmut Kralik führte zudem die Verletzungsgefahr an. „Die Schüler klettern da sicher gern rum.“ Heinrich Forster (SPD) dagegen konnte die gesamte Diskussion nicht verstehen. „Alle Städte rundherum haben Bandenwerbung in ihren Stadien. Warum sollten wir das anders handhaben?“ Das Argument fruchtete. Einen Krieg sei das nicht wert, gab Schmidbauer zu, und auch der Widerstand von Bürgermeister Karl-Heinz Gerbl (SPD) schwand. „Schöner wird es zwar nicht, aber wenn es im Bereich der Zuschauerbänke bleibt, kann ich zustimmen.“ Dem schlossen sich bis auf den 2. Bürgermeister Paul Huber (CSU) auch die übrigen Bauausschussmitglieder an.

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