Etat 2016 umfasst 27 Millionen Euro

Rekord beim Peitinger Haushalt

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Symbolfoto

Peiting – Für Kämmerer Christian Hollrieder ist es der zehnte Haushalt, den er aufgestellt hat. Und dieses Peitinger Zahlenwerk bedeutet einen Rekord. Der Etat für 2016 schließt mit Einnahmen und Ausgaben in Höhe von 27 Millionen Euro. Eine solche Summe ist bislang in der Marktgemeinde nie erreicht worden. Das Finanzpaket ist von den Gemeinderäten einstimmig verabschiedet worden.

 Der Verwaltungshaushalt mit den laufenden Einnahmen und Ausgaben umfasst 21, 1 Millionen Euro. Im Vermögenshaushalt, wo die Investitionen aufgelistet werden, sind es sechs Millionen Euro – deutlich mehr als in den Jahren zuvor.

Marktkämmerer Hollrieder blickte in seinem Vortrag auf einige Projekte für 2016 und die folgenden Jahre voraus. Dabei erwähnte er den Ausbau der Versorgung mit schnellem Internet, wofür heuer genauso wie nächstes Jahr 364 000 Euro eingestellt sind, aber 2018 nochmals knapp 730 000 Euro folgen. Für den Bauhof wird heuer ein Abrollkipper mit Zubehör angeschafft. Das kostet zirka 200 000 Euro.

Die doppelte Summe, nämlich 400 000 Euro, ist vorgesehen, um auf Dächern gemeindlicher Gebäude wie beim Eisstadion-Anbau, beim Therese-Peter-Kindergarten und beim Feuerwehrhaus Photovoltaik-Module zu installieren. 100 000 Euro werden für Trockenlegung und Anstrich der Fassade am Rathaus fällig.

Um endlich die Fußballplätze südlich des Bauhofs und der Feuerwehr zu errichten, werden heuer 600 000 Euro und nächstes Jahr 300 000 Euro in den Haushalt aufgenommen. Damit im Bereich Birkenried das Fremdwasser in der Kanalisation reduziert wird, sprich die Stellen, wo es eindringt, gefunden und ausgebessert werden, sind dieses Jahr 270 000 Euro eingestellt und für nächstes Jahr weitere 100 000 Euro.

Für Gas- und Wasserleitungen wird heuer eine knappe halbe Million Euro im Etat veranschlagt. Zum Ankauf für Grundstücke, wo Wohnen möglich ist, gibt der Markt Peiting heuer 150 000 Euro aus. Um Flächen fürs Gewerbe zu bekommen, sind 1,1 Millionen Euro vorgesehen.

Eine Viertelmillion Euro sind heuer dafür eingeplant, die alten Gebäude auf dem ehemaligen Bundeswehrgelände an der Bahnhofstraße zu beseitigen. 2017 wird dann nördlich dieser Straße das Bahnhofsgebäude saniert. Kostenpunkt: 400 000 Euro. Die Basili-Wiese zwischen Freibad und Füssener Straße spiegelt sich erst nächstes Jahr im Haushalt wider.

In der mittelfristigen Finanzplanung, die zusammen mit dem Etat verabschiedet wurde, sind 2017 zirka 2,5 Millionen Euro für Grunderwerb und 1,1 Millionen Euro für den Straßenbau vorgesehen. Geschoben wird eine neue Drehleiter für die Feuerwehr. Dafür sind 2017 gut 100 000 Euro vorgesehen (nur fürs Fahrgestell).

Ein Jahr später folgen 680 000 Euro für den kompletten Aufbau dieses Fahrzeugs. Eine Viertelmillion wird eine Lagerhalle für Bauhof und Wasser kosten. Eine weitere Investition für 2016 ist die Straßenbeleuchtung nach Schongau (55 000 Euro).

Bürgermeister Michael Asam erwähnte, dass die Steuerkraft besser als in den Jahren zuvor sei. Mittlerweile betrage der Anteil an der Einkommensteuer für Peiting 5,4 Millionen Euro. „Das ist gewaltig“, kommentierte der Rathauschef. Große Ausgaben seien 5,3 Millionen Euro für das Personal, das die Marktgemeinde beschäftigte, aber auch die 5,8 Millionen Euro Umlage an den Landkreis Weilheim-Schongau.

Als großen Vorteil bezeichnete Asam die „Schuldensituation.“. Zum 31. Dezember 2005 waren es laut Kämmerer Hollrieder knapp 2,5 Millionen, was pro Kopf einen Betrag von 217 Euro ausmacht. Ende 2016 sind es voraussichtlich 346 Euro. Heuer wird auch ein Großteil der Rücklagen von zwei Millionen Euro aufgebraucht. Doch diese steigen bis 2019 wieder annähernd auf die jetzige Summe.

Peter Ostenrieder (CSU) hob mit Blick auf die Steuereinnahmen die gesunde Struktur mit vielen kleinen und mittleren Betrieben hervor. Peiting sei nicht von einem großen Unternehmen abhängig.

Herbert Salzmann (SPD) las aus einigen Ziffern im Verwaltungshaushalt heraus, dass Peiting „ein lebenswerter Ort“ sei und bleibe. Dabei nannte er die 1,3 Millionen Euro für den Bereich Kindertagesstätte, die 1,4 Millionen Euro für Gesundheit, Sport, Erholung und die 610 000 Euro für die Schulgebäude.

Hermann Mödl (Bürgervereinigung) fand die Erhöhung der Po-Kopf-Verschuldung von 216 auf 346 Euro keinesfalls Besorgnis erregend, Doch man müsse ein Augenmerk darauf richten und dürfe sich bei den Ausgaben „nicht zu weit aus dem Fenster lehnen“.

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