Roatherhaus offiziell eingeweiht

Burggen hat seine Mitte

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Viel los war bei der offizellen Einweihung des Roatherhauses. Dietmar Hörner, Architekt des neuen Roather Hauses, hatte als besonderes Geschenk für Bürgermeister Josef Schuster eine rote Bank im Gepäck.

Burggen – Mit einem Gottesdienst zu Füßen des neu erbauten Hauses hat die Gemeinde Burggen ihre neue Ortsmitte gefeiert. Nach etwas über einem Jahr Bauzeit war das Roatherhaus im vergangenen Herbst fertiggestellt worden, heuer folgten die Außenanlagen.

Unter einem Dach beherbergt das Gemeinschaftshaus Praxen, eine Apotheke und einen Supermarkt und soll vor allem Treffpunkt für Jung und Alt werden. Bürgermeister Josef Schuster verglich den Bau mit einem 5000-Meter-Rennen. Man habe die Wahl gehabt, rekapitulierte Burggens Gemeindeoberhaupt die Geschichte, das 1630 erbaute Haus – damals Wirtschaft und Brauerei – stehen zu lassen und zu renovieren. Das allerdings wäre aufgrund der Bausubstanz teuer geworden. Oder aber neu bauen, wozu man sich nach Jahren der Diskussion – angestoßen noch unter Bürgermeister Selzle in den 1990igern – und nach einer Umfrage 2008 schließlich durchgerungen hatte. 

 Nun also habe man den Neubau, das Gemeinschafts- und Generationenhaus, das unter einem Dach viel Neues für Burggen beherberge. Das sei, fuhr Schuster fort, vor allem die Apotheke, ein Novum im Ort. Daneben gebe es eine Bankfiliale, einen Supermarkt, eine Arzt-, eine Logopädie- sowie eine Homöpathiepraxis. Auch das Café-Bistro mit Mittagstisch, die Gemeinde-Kanzlei und -bücherei sowie die drei barrierefreien Wohnungen unter dem Dach vergaß Schuster nicht zu erwähnen. Man habe ein volles Haus, scherzte Schuster, im Hinblick auf die Mieter. Und das habe man ohne Investor und aus eigener Kraft gestemmt. 

Dabei sei der Gemeinde die aktuelle Situation zugute gekommen. Statt knapp zwei Millionen Euro für ein schlüsselfertiges Investorenmodell hinzulegen, hatte sich die Gemeinde für die einzelnen Gewerke entschieden, die mit rund 1,6 Millionen Euro veranschlagt waren und schließlich bei rund 1,8 Millionen Euro lagen. Er sei sich wie beim 5000-Meter-Lauf vorgekommen, verglich der Bürgermeister. Hätte man anfänglich Runde um Runde geschafft, habe irgendwann das Seitenstechen eingesetzt, als es Probleme bei Kosten und Erweiterungen gegeben habe. Man sei kurz davor gestanden, aufzugeben. Aber: „Jetzt sind wir da“. 

Dafür dankte Schuster den Beteiligten, allen voran natürlich dem Architekturbüro Dietmar Hörner, den Mietern, aber auch den Mitarbeitern aus der Gemeinde und der Verwaltungsgemeinschaft. Man habe vor Jahren eine Umfrage gemacht und wollte wissen, wo die Burggener ihre Ortsmitte sähen. Damals hätten viele schon das alte Roatherhaus genannt, so Schuster, 2000 schließlich wurde hier erstmals der Maibaum aufgestellt. Und nach dem klaren Votum der Burggener – über 200 hatten bei der Bürgerversammlung Ja zum neuen Roatherhaus gesagt – sei er vor allem den Bürgern dankbar. „Burggen hat seine Mitte gefunden. Ich hoffe, wir haben sie gefunden“.

Hier solle sich Jung und Alt treffen, verlieh der Bürgermeister seiner Hoffnung weiter Ausdruck, dass sich die Generationen hier austauschen werden. Die Jungen könnten den Alten zeigen, wie man mit dem PC arbeitet, so Schuster. Und im Gegenzug könnte der Nach-wuchs den Dialekt lernen und erfahren, wie’s früher war. 

Nach dem Gottesdienst, bei dem Pfarrer Schnitzer das Haus segnete, bestand die Möglichkeit, die Räume zu besichtigen. So ist unter anderem im neuen Sitzungssaal die Geschichte des Roatherhauses ausgestellt.

gau

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