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Zeitreise beim Rosstag in Burggen

Wiedersehen 2020

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Beim Rosstag in Burggen begaben sich knapp 7.000 Zuschauer auf Zeitreise ins vorige Jahrhundert - insgesamt 300 Pferde waren die Protagonisten.
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Beim Rosstag in Burggen begaben sich knapp 7.000 Zuschauer auf Zeitreise ins vorige Jahrhundert - insgesamt 300 Pferde waren die Protagonisten.
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Beim Rosstag in Burggen begaben sich knapp 7.000 Zuschauer auf Zeitreise ins vorige Jahrhundert - insgesamt 300 Pferde waren die Protagonisten.
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Beim Rosstag in Burggen begaben sich knapp 7.000 Zuschauer auf Zeitreise ins vorige Jahrhundert - insgesamt 300 Pferde waren die Protagonisten.

Burggen – Rund 300 prächtige Rösser aller Rassen, historische Raritäten und eine Vielfalt, die seinesgleichen sucht – der Burggener Rosstag lässt Pferdeliebhabern das Herz aufgehen und das fahrende Museum vermittelt auf lebendige Art und Weise Geschichte zum Anfassen.

Die Organisatoren um die Ross­tag & Brauchtums-Abteilungsleiter Thomas Kirchhofer und Stefan Erhart ließen den Umzug wetterbedingt etwas später starten, so dass es für die Besucher auch auf dem Festplatz die Möglichkeit gab, die über 100 Motive und Gruppierungen aus der Nähe zu begutachten. Mit den stilecht gekleideten Darstellern konnte man sowohl dort, als auch auf der Strecke ins Gespräch kommen, denn der Rosstag führte in gemütlichem Tempo drei Kilometer durch die Straßen des Dorfes. Vom Zweiergespann bis hin zum Achterzug, die Rosserer spannten ihre Pferde in allen Varianten ein. Besonderer Blickfang waren zudem die zwei schweren, gleichmäßig trottenden Ochsen am Dosfuder. Dazwischen immer wieder musikalische Darbietungen der neun Blaskapellen, des buntgemischten Musikantenwagens und der Schongauer Jagdhornbläser.

Als Ehrengäste nahmen unter anderem Schirmherr Pfarrer Joachim Schnitzer, Landrätin Andrea Jochner-Weiß, Bürgermeister, Gauvorstände oder Ehrenmitglieder des Reitvereins in den geschmückten Landauern Platz. Ebenfalls in Kutschen gaben sich Prinzessin Sissi und König Ludwig II die Ehre und grüßten das Publikum mit königlichem Gruß aus ihren Gefährten. Die Pfarrkirchen aus Burggen und Tannenberg vertraten samt Nikolaus und Erntedankkrone den kirchlichen Teil der Motivwagen. Vom Kramerwagen herunter verkauften Frauen Kiachla oder eine kleine Brotzeit. Am Festplatz und an der Eligiuskapelle erhielten die Zuschauer zusätzliche Informationen durch die Ansager. Altbekannte Motive aus den Bereichen Dienstleistungsgewerbe, Militär und Jagd, dem Jahreslauf, der Arbeit auf dem Bauernhof, dem Hausstand, des Handwerks oder der Waldarbeit boten einen interessanten Einblick in das Leben anno dazumal. Heuer neu dabei waren eine Stangenfuhre, die Korbflechter, die Rückepferde, die Käseküche und natürlich die Erdäpfel-Dämpfkolonne. Vor und nach dem Umzug wurden in der Maschinerie sogar Kartoffeln gedämpft und an die Besucher verteilt.

Die Burggener dürfen wieder stolz sein, was sie gemeinsam auf die Beine gestellt haben. Wochenlange Vorbereitungen mit Wagen­aufbau und Reparaturen an den alten Gerätschaften haben sich gelohnt. Brauereiwagen und Kanone (aus dem Jahr 1870/71) hatten beispielsweise neue oder teilerneuerte Räder von einem Wagner erhalten. Auch die Veranstaltungen der Abteilung Eislauf und des Trachtenvereins boten ein stimmiges Rahmenprogramm mit vielen Besuchern. Und wer diese Spektakel heuer verpasst hat, der hat voraussichtlich am 13. September 2020 die Gelegenheit den nächsten Rosstag zu besuchen, denn in diesem Jahr begeht der Ländliche Reit- und Fahrverein Burggen sein 50-jähriges Jubiläum.

Kathrin Zillenbiehler

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