Rottenbuch feiert Musikkapelle – 150. Geburtstag, 60-jähriges Bestehen des Musikbundes und Bezirksmusikfest zelebriert

Auf eine 150-jährige Geschichte kann die Musikkapelle Rottenbuch zurückblicken. Foto: Sommer

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OLIVER SOMMER Rottenbuch – Einen dreifachen Grund zum Feiern hatte Rottenbuch am vergangenen Wochenende. Zum 150. Gründungsjubiläum der Musikkapelle und dem 60. Geburtstag des Bezirkes Oberland richtete die Gemeinde das 51. Bezirksmusikfest aus. Unbestrittener Höhepunkt waren am Sonntag der Gemeinschaftschor und der große Festumzug mit fast 90 Gruppen. 45 Musikkapellen, 18 Trommler- und Fanfarenzüge sowie ein Dutzend Festwagen krönten das 51. Bezirksmusikfest in Rottenbuch. Vornehmlich natürlich die Vereine Rottenbuchs, vom Gartenbau über die Feuerwehr bis zu den Sportlern, sorgten mit ihren Gruppen und Festwagen für Farbtupfer im Meer der Musizierenden, die aus dem gesamten Oberland nach Rottenbuch gekommen waren. Besonders die Knappschafts- und Trachtenkapellen aus Peiting und Peißenberg, die Bürgerkapelle aus Lechaschau in Tirol sowie das Jugend- und Blasorchester Murnau krönten den Umzug rein optisch mit ihren Trachten und Uniformen. Angeführt wurde der Festumzug, der sich vom Moos über die Peitinger Straße nach Weihanger und Solder schlängelte und schließlich über die Bundesstraße B23 zurück zum Festzelt am Klosterhof führte, von politischen und geistlichen Ehrengästen sowie einer Kutsche mit den Ehrenmitgliedern der Musikkapelle Rottenbuch. Tausende Besucher säumten den Weg der Musiker und spendeten viel Beifall. Zuvor schon hatte es einen Superlativ zu bestaunen gegeben. Mehr als 600 Musiker und Musikerinnen der Kapellen spielten, aufgestellt nach den einzelnen Registern und dirigiert von Michael Luther, Bernd Schuster, Franz Haidu und Benedikt Pau, die Stücke „Das Gebet“, den Laridah-Marsch, „Grüße aus dem Oberland“ und schließlich die Bayern-Hymne. Nicht nur dafür gab es allenthalben Lob. So freute sich Rottenbuchs erster Bürgermeister Andreas Keller auch über das Engagement der Vereine: Nicht nur die 57 aktiven Musiker hatten mit angepackt, um das Fest auf die Beine zu stellen, sondern alle zogen an einem gemeinsamen Strang. Der Vizepräsident des Musikbundes von Ober- und Niederbayern, Emanuel Staffler, attestierte ein Maßstäbe setzendes Fest und zollte den Männern und Frauen um Christof Echtler seinen Respekt für die Ausrichtung. Staffler vertritt in seiner Eigenschaft 55 000 Musiker, davon knapp die Hälfte sind aktiv. Los gegangen war das Festwochenende mit „Heavy Volxmusic“ der „Troglauer Buam“, kommod wurde es dann am Samstag mit einem Sternmarsch der Kapellen der Rottenbucher Nachbarorte, die zum Festzelt zogen. Und ein bisschen Glück hatten die Rottenbucher auch – zwar verhüllte sich die Sonne am Sonntag, dafür aber blieb es trocken während des Umzugs. Und auch für nächstes Jahr wird schon geplant: Das 52. Bezirksmusikfest findet in Buching im Ostallgäu statt.

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