Aktion "Nichtschwimmerfreie Grundschule"

Jubelnde Seepferdchen

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Ein Jubelschrei der Superlative für den 1. Platz der Grundschule Rottenbuch. 100 Prozent der Viertklässler können schwimmen. Wenn das kein Grund zum Feiern ist.

Rottenbuch – Lauter hätte der Aufschrei der Begeisterung im Rottenbucher Schulhaus vor dem Beginn der Sommerferien wahrlich nicht sein können. Gerd Merk, 1. Vorsitzender der Wasserwacht Peiting-Schongau, hatte soeben das Ergebnis der Aktion „Nichtschwimmerfreie Grundschule“ für dieses Jahr bekannt gegeben. Die Grundschule Rottenbuch hat es geschafft, die begehrte Auszeichnung in Empfang zu nehmen. 96,87 Prozent aller Schüler können hier schwimmen.

Es ist schon eine große Überraschung. Jahrelang hat die Grundschule Hohenfurch die begehrte Trophäe „Nichtschwimmerfreie Grundschule“ der Wasserwacht in Empfang nehmen können, in diesem Jahr wurde der langjährige Spitzenreiter von der Grundschule Rottenbuch abgelöst. Die Kinder dieser Schule sind in diesem Jahr ganz nach vorne geschwommen. 100 Prozent aller Viertklässler haben die Voraussetzungen für das „Seepferdchen“ erfüllt, können also schwimmen. Ganz dicht gefolgt von den Grundschulen aus Wildsteig und Burggen. Sie liegen mit einer Quote von 100 Prozent bei den Viertklässlern ebenfalls in der Spitzenposition. Die Platzierung resultiert daher, dass der Prozentsatz der Gesamtschülerzahl von der ersten bis zur vierten Klasse gewertet wurde.

Seit acht Jahren führt die Wasserwacht Peiting-Schongau diese Aktion durch. Magnus Magg, damals Rektor der Grundschule Hohenfurch und Leiter der Wasserwacht, verfolgte jedes Jahr die erschreckende Zahl vor allem im Urlaub ertrunkener Kinder. Er wollte zusammen mit Lehrern, Eltern und der Wasserwacht erreichen, möglichst viele Kinder zum sicheren Schwimmen hinzuführen. Eine Aktion war geboren. Mittlerweile nehmen alle 16 Grundschulen im Altlandkreis teil.

Gesunde Sportart

In Deutschland können 40 Prozent der Kinder am Ende der vierten Klasse noch nicht schwimmen. Und das, obwohl es die meisten Urlauber in den Ferien ans Wasser zieht. Egal ob See, Fluss oder Meer: Für manche wird das nasse Element so zur tödlichen Falle. „Dabei zählt doch gerade das Schimmen zu den gesündesten Sportarten“, erklärte Merk den Schülern.

Erfreulich sei, dass im Altlandkreis nur noch acht Prozent der Viertklässler nicht schwimmen können: „Wir liegen hier mit unseren Leistungen weitaus besser als der Bundesdurchschnitt.“ Und noch eine Zahl aus der Statistik: Im Durchschnitt können 83 Prozent der Grundschüler der 16 beteiligten Grundschulen schwimmen. Dieser Erfolg ist darauf zurückzuführen, dass nicht nur die Wasserwacht vier bis fünf Schwimmkurse im Jahr anbietet, sondern dass die Schulen zum Schwimmen gehen. Trotzdem, betonte Merk, sei es wichtig, dass auch die Eltern frühzeitig ihre Kinder an das Wasser gewöhnen.

Geldprämie für die besten Schulen

2 250 Euro haben die Raiffeisenbank Pfaffenwinkel, die Sparkasse Oberland sowie die Firmen Hirschvogel, Hochland, UPM und Gustav Klein als Siegprämie für die drei besten Schulen zur Verfügung gestellt. Über 850 Euro durfte sich die Grundschule Rottenbuch freuen, die zum ersten Mal überhaupt den 1. Platz ergatterte. Der 2. Rang, der an die Grundschule Wildsteig ging, ist mit 800 Euro dotiert. Die Grundschule Burggen, die seit Jahren unter den drei Erstplatzierten zu finden ist, erhielt 500 Euro. 

hh

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