Rottenbucher Gemeinderat

Dauerthema Supermarkt

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Es wird eng: Ist der Postplatz der richtige Standort für einen Supermarkt?

Rottenbuch – In der Gemeinderatssitzung am vergangenen Mittwoch, die diesmal in Schönberg stattfand, kam es erneut zu heftigen Diskussionen. Auslöser war die Vorstellung des Berichts von Dr. Stefan Leuninger des Planungsbüros Leuninger&Michler über den aktuellen Stand der Planungen zur Nahversorgung.

Der aktuell von Bürgermeister Bader favorisierte Standort am Postplatz trifft nicht überall auf Gegenliebe. Einige Gemeinderäte bezweifeln, dass der Platz für einen Vollsortimenter passt. „Es wird eng“, gibt Leuninger offen zu. Allerdings sei ein Supermarkt in der Größenordnung von 700 bis 750 Quadratmetern realisierbar, verspricht er. Wichtig ist Leuninger, dass sich der Gemeinderat nicht das Heft aus der Hand nehmen und den Betreiber einfach machen lässt. Damit rechtfertigte er auch den von einigen Räten bemängelten hohen Zeitaufwand. Schließlich wolle man es doch schön haben und nicht einfach den Platz teeren, damit es einen Parkplatz gibt. Daher sei auch eine Gesamtbetrachtung der Verkehrssituation so wichtig.

Bürgermeister Markus Bader konnte seine Gemeinderäte schließlich überzeugen, angedockt an die Städteplaner Leuninger&Michler einen Verkehrsexperten zu beauftragen, der die komplexe Verkehrssituation an der Bundesstraße beleuchtet, die den Ortskern in zwei Hälften teilt. Und zwar in größerem Umfang, als dies alleine die Fragestellungen der Nahversorgung notwendig machen würde. Nach dem Motto „wenn schon, dann richtig“ soll die komplette Bundesstraße im Ort untersucht werden.

Bader sieht es als Vorteil, dass durch den Wunsch aus der Bevölkerung nach einer verbesserten Nahversorgung auch der Zwang bestehe, sich mit der Verkehrssituation auseinanderzusetzen. Darunter fallen unter anderem Parkplätze, fußläufige Anbindung ans Zentrum, Lieferverkehr, Verlegung der RVO-Bushaltestelle, etc.

Bader erinnerte, dass es bereits 1999 einen Vorstoß zur Entwicklung des Postplatzes gegeben habe. Das Unterfangen sei aber aus Kostengründen verworfen worden. Bereits damals sei über die ungünstige Verkehrssituation und die Möglichkeit eines Kreisverkehrs diskutiert worden. Dieser würde jedoch vom Bund nicht gezahlt, da dies weder das Verkehrsaufkommen noch die Unfallhäufigkeit in Rottenbuch rechtfertigt. Bader gibt dabei auch Versäumnisse in der Vergangenheit zu. Er möchte das Thema Kreisverkehr nun zügig in der Bundesverkehrswegeplanung verankern, um den Handlungsspielraum zu vergrößern.

Ferner haben alle sieben Gemeinden im Rahmen des Interkommunalen Entwicklungskonzepts (IKEK) mittlerweile zugestimmt, einen gemeinsamen Sanierungsberater zu beauftragen, der Privatleute kostenfrei beraten soll. Zudem soll das in der Vergangenheit erfolgreich angewendete Förderprogramm für kleinere Baumaßnahmen im Sanierungsgebiet über die Städtebauförderung wieder aufgenommen werden.

Auch der barrierefreie Ausbau geht voran, wie die Gemeinderäte in Schönberg begutachten konnten. Hier wird eine Rollstuhlrampe für den Zugang zum Gemeindehaus errichtet. Die Zusage für die Förderung eines Aufzugs am Rathaus in Rottenbuch wurde ebenfalls erteilt, hieß es in der Sitzung.

Stefanie Spengel

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