"Ja" zum Edeka:

Mehrheit für den Supermarkt

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„Ja“ zum Edeka: Fast zwei Drittel der Rottenbucher hat sich für die Supermarkt-Ansiedlung auf dem Gelände der alten Gärtnerei am südlichen Ortsrand ausgesprochen.

Rottenbuch – Mit 62,7 Prozent haben sich die Rottenbucher für die Supermarkt-Ansiedlung auf dem Gelände der alten Gärtnerei ausgesprochen. An dem ersten Bürgerentscheid in der Geschichte der Gemeinde am vergangenen Sonntag beteiligten sich über 80 Prozent der Wahlberechtigten – insgesamt 725 machten ihr Kreuz bei „Ja“.

Anfang des Jahres hat der Gemeinderat den Kauf des ehemaligen Gärtnereigeländes am südlichen Ortsrand von Rottenbuch beschlossen. Die Entscheidung dafür fiel damals einstimmig. Ausgangspunkt war die nicht mehr zeitgemäße und von Platznöten beherrschte Unterbringung von Feuerwehr, Bauhof und Musikkapelle. Nicht mehr einstimmig, aber in der Tendenz dennoch positiv war hingegen das Votum dafür, auf dem Areal auch Nahversorgung vorzusehen.

Schnell brachte sich dann das Unternehmen Kutter aus Memmingen als möglicher Investor eines Edeka-Marktes ins Spiel. Doch im Ort regte sich auch Widerstand. Drei ortsansässige Geschäftsleute formierten sich gegen die Supermarkt-Pläne und sammelten Unterschriften. Mehr als 300 wahlberechtigte Rottenbucher hatten sich per Unterschrift gegen die Ansiedlung ausgesprochen und den Gemeinderat so zu einem Ratsbegehren bewogen.

Am vergangenen Sonntag gaben die Bewohner des Klosterdorfes also nicht nur ihre Stimme für die Bundestagswahl ab, sie gingen auch wegen des Bürgerbescheids zur Urne. „Sind Sie dafür, dass die Gemeinde Rottenbuch mit der Bauleitplanung für die mögliche Ansiedlung eines Lebensmitteleinzelhandels auf den Flurnummer 112 und 112/1 (ehemaliges Gärtnereigelände) in Rottenbuch beginnt?“, lautete die Fragestellung auf dem Stimmzettel. Insgesamt 1.167 Rottenbucher haben ihre Stimme abgegeben. 725 sprachen sich für „Ja“ aus, 432 für „Nein“. Zehn Stimmen mussten für ungültig erklärt werden. Die Wahlbeteiligung lag bei 83,7 Prozent.

Das Ergebnis ist mit fast zwei Drittel „Ja“-Stimmen recht eindeutig. Die Gemeinde wird nun also mit der Bauleitplanung für das ganze Gelände beginnen und mit potenziellen Supermarktbetreibern über die konkrete Ausgestaltung in die Verhandlungen treten. 

Astrid Neumann

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