Neujahrsempfang in der Franz-Josef-Strauß-Kaserne

"Ausbildung auf neuem Niveau"

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Die zahlreichen zivilen und militärischen Gäste lauschten beim Neujahrsempfang in der Altenstadter Franz-Josef-Strauß-Kaserne den Ausführungen des Standortältesten Roland Pietzsch (am Renderpult).

Altenstadt – Mit zahlreichen militärischen und zivilen Gästen begrüßte man in der vergangenen Woche in der Franz-Josef-Strauß-Kaserne in Altenstadt das neue Jahr. Dazu gehörte natürlich auch ein Rückblick auf das vergangene sowie ein Ausblick auf das kommende Jahr, das einige Neuerungen für den Bundeswehr-Standort bereithält.

„Ab dem dritten Mal ist es Tradition“, so startete Roland Pietzsch als Standortältester und Kommandeur des Feldwebel-/Unteroffizieranwärtebataillons 3 in seine Begrüßung. Und die gestaltete sich recht ausführlich. Der Grund dafür: „Ihnen allen will ich den Dank des Standortes für die Verbundenheit sowie das Engagement für unsere Belange aussprechen“, so Pietzsch.

Spektakuläre Neuigkeiten könne er den Gästen allerdings nicht unterbreiten, so der Standortälteste. „Wenn dem so wäre, wäre das eher negativ zu bewerten.“ Das herausragende Merkmal der Dienstausführung im Bataillon sei vielmehr die hohe Kontinuität in der Qualität der Lehrgangsdurchführung. Einen wesentlichen Fortschritt im vergangenen Jahr, gab es aber doch: So sei es gelungen, die Standortschießanlage Kempten zu erhalten und damit die Ausbildungsinfrastruktur wirksam zu verstärken. Ein Highlight für das Jahr 2018 konnte Pietzsch außerdem verkünden: die feierliche Vereidigung im Juli in der Gemeinde Ingenried.

Als Leiter des Ausbildungsstützpunktes Luftlande/Lufttransport gab Christian Schoe­bel einen Rück- und Ausblick. Er erinnerte beispielsweise an den Besuch der ehemaligen Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen Anfang des vergangenen Jahres in Altenstadt. Seit Juni ist der neue M-28 Skytruck im Einsatz, der die Abhängigkeit von der Transall und den mittlerweile geschlossenen Standort Penzing deutlich verringerte. Um die Ausbildung der Fallschirmjäger noch weiter verbessern zu können, soll außerdem ein Windtunnel sowie ein Schirmflugsimulator angeschafft werden. Des Weiteren nannte Schoebel den „Part Task Trainer Airbus400M“, der „die Ausbildung auf ein neues Niveau hebt“ sowie die baulichen Optimierungsmaßnahmen der Landebahn.

Die Zusammenarbeit mit Spezialkräften hob Schoebel besonders hervor. Hier nannte er neben dem GSG 9 auch das österreichische Jagdkommando. Hier kam es im Juli zu dem tödlichen Unfall eines Ausbilders. „Wir wollen diese fruchtbare Zusammenarbeit trotzdem fortsetzen“, stelle Schoe­bel klar.

Für 2018 sieht er aber auch Probleme auf sich zukommen: „Aufgrund der Abstellung von Ausbildern ist die Teilnahme am Challenge-Wettbewerb sowie dem traditionellen Wasserspringen am Kochelsee gefährdet.“ Im April feiert der Standort zudem das 25-jährige Jubiläum seiner Namensgebung, bevor am 20. September wieder ein Highlight bevorsteht: der Tag der Fallschirmjäger.

Zum Abschluss des Empfangs, der vom Blechbläserquintett des Gebirgsmusikkorps Garmisch-Partenkirchen musikalisch umrahmt wurde, sprach Generalmajor Reinhardt Zudrop noch zum Thema „Innere Führung“. Zudrop verwies auf die schwierige sicherheitspolitische Lage und forderte Initiative von allen Beteiligten. 

Astrid Neumann

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