Rundweg statt Schienen?

Dort, wo einst das Indsutriegleis verlief, will die CSU einen Rad- und Fußweg schaffen. Foto: Sommer

Die Idee, aus den Gleisanlagen zwischen dem Peitinger Ostbahnhof und dem Industriegebiet einen Fußweg zu machen, geistert schon seit einigen Jahrzehnten durch die Köpfe der Verantwortlichen. Spätestens nach der Übernahme des Industriegleises wurden die Diskussionen konkreter. Nachdem nun bereits erste Anfragen von Privatbesitzern kamen, sah sich die CSU-Fraktion veranlasst, einen Dringlichkeitsantrag zu stellen, über den die Gemeinderäte nun am Dienstag diskutierten und eine weitergehende Prüfung veranlassten.

In einer vorangegangenen Sitzung hatten die Gemeinderäte zugestimmt, dass eine externe Firma die Gleisanlagen abbauen darf. Im Zuge der aktuellen Arbeiten hatten nun benachbarte Grundstückseigen-tümer nachgefragt, ob sie nicht die ehemaligen Gleisflächen übernehmen und ihre Grundstücke erweitern könnten. Anlass für die CSU, bei der Verwaltung vorstellig zu werden, ehe die Flächen anderweitig vergeben werden, und nachzufragen, ob man die gesamte Gleisanlage nicht als Geh- und Radweg ausbauen könnte. Als Beispiele führte Fraktionsführer Peter Ostenrieder benachbarte Orte an, wo ebenfalls so verfahren wurde. Man könnte den Anschluss zu deren Wegen herstellen und so einen Rundweg errichten, der vor allem die Orte einstiger Bergwerkstätigkeiten ansteuern und somit für die Gäste Geschichte und Tradition des Ortes erschließen würde, lautete sein Vorschlag. Dies sei, so hatte sich Ostenrieder erkundigt, sogar aus EU-Mitteln der Leader-Förderung teilweise finanzierbar. Verbinden könnte man mit dem Weg etwa die Abraumhalden, den Schlammweiher und das Geotop Kohleflöz. Ostenrieder forderte die Verwaltung auf, eine solche Planung zu prüfen und auch die mögliche Förderfähigkeit eines solchen Rundweges zu überprüfen. Im Großen und Ganzen stießen sowohl der Antrag als auch die Diskussion auf ein positives Echo, allerdings gab es auch kritische Stimmen, die die Notwendigkeit des Rundweges in Abrede stellten und zudem die Streckenführung kritisch sahen. Denn die Gemeinde ist nicht Eigentümer sämtlicher Flächen, hier könnten zusätzliche Kosten auf den Markt zukommen. Somit erging der Auftrag an Bauamt und Verwaltung, alle die Bahnstrecke und den möglichen Rundweg betreffenden Faktoren zu prüfen. Voruntersuchungen soll es nun vor allem im Hinblick auf die Kostenübernahme und die generelle Machbarkeit geben. Der Bahndamm an sich soll im Übrigen erhalten bleiben, die Bahnschotter eignen sich perfekt als Unterbau für einen Weg.

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