Ehre, wem Ehre gebührt

CSU sagt Danke an alle Ehrenamtler aus dem Landkreis

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Als kleines Dankeschön für seine Gastrede überreichte MdB Alexander Dobrindt (2. v. rechts) einen Präsentkorb mit Köstlichkeiten der Schönegger Käsealm an Prof. Dr. Wolfgang M. Heckl (2. v. links). Da er in Andeutung auf den Beruf von Prof. Dr. Heckls Vater Erfahrung mit dem Frisieren habe, enthalte der Korb - so Dobrindt - auch ein Haarshampoo.

Rottenbuch – Wie in den zurück liegenden Jahren hatte die CSU im Landkreis Weilheim-Schongau am vergangenen Sonntag auch heuer traditionsgemäß die ehrenamtliche Leistungsträger aus dem Landkreis eingeladen, um ihnen für ihr hervorragendes Engagement und die große Einsatzbereitschaft Danke zu sagen. Gut 150 von ihnen sind der Einladung nach Rottenbuch gefolgt.

Alexander Dobrindt, Bundestagsmitglied und seit 2017 Vorsitzender der CSU-Landesgruppe im Deutschen Bundestag stellte bei in seiner Begrüßungs- und Dankansprache heraus, dass Ehrenamt natürlich immer auch Heimatamt sei und dass dieses Engagement unsere Gegend so besonders mache. All die verschiedenen Bereiche des beim Empfang vertretenen ehrenamtlichen Engagements könne man einzeln gar nicht aufzählen. Er hob hervor, dass viele von den Anwesenden auch nicht nur auf ein Ehrenamt fokussiert, sondern gleich in vielerlei Bereichen tätig seien.

Dass in unserer Region alles so gut funktionieren würde liege daran, dass die Ehrenamtlichen da seien und sich kümmerten, weiß Dobrindt. „Es ist nicht überall auf der Welt so. Es ist nicht einmal in ganz Deutschland so”, fuhr er mit einem Hinweis auf die Bundeshauptstadt fort. „Ich komme aus Berlin, einer wunderbaren Stadt. Aber glauben Sie mir, dass da nichts funktioniert, hat auch damit zu tun, dass es keine Ehrenamtler gibt.”

Ehrengast des Abends war Prof. Dr. Heckl. Er ist Biophysiker und seit 2004 Generaldirektor des Deutschen Museums. Der breiteren Öffentlichkeit dürfte er von der Sendung Sonntags-Stammtisch des Bayrischen Rundfunks bekannt sein, an dem er von 2007 bis 2018 teilnahm.

Bei seiner an die vielen Ehrenamtlichen gerichteten Gastrede stellte Prof. Dr. Heckl heraus, dass der Kern der Gesellschaft die Familie sei, weil man aus ihr heraus seine Selbstbestimmung erfährt. Der Ehrenamtliche erfahre sie daraus, indem er etwas für andere tut. „Sie selbst gestalten ein sinnvolles Leben dadurch, dass Sie sich engagieren für andere Menschen”, hob er in seiner Rede hervor und fuhr fort, dass das Salz in der Suppe unseres Lebens der Einsatz für den Mitmenschen sei.

Auch auf sein eigenes Engagement ging Heckl ein. Sein erstes Ehrenamt sei das eines Ministranten gewesen. An einem Ostersonntag wurde vom Pfarrer mit der Lesung betraut. Er habe mit großem Einsatz versucht, das was da geschrieben stand auch zu spielen und zu verkörpern. Dass so viele Menschen ihm damals zuhörten habe ihn lernen lassen, dass es eine Macht des Wortes gibt. Dass man Menschen mitnehmen und berühren könne. Der Ehrenamtliche sei in einer Tätigkeit, die andere berührt und deshalb sei er gerührt und habe eine sinnvolle Gestaltung seines Lebens gefunden.

Der größte Schatz

Stolz berichtete Heckl außerdem davon, dass Bayern das Land mit dem höchstem Ehrenamtsanteil sei. 47 Prozent der Bürger engagierten sich demnach freiwillig. Auch das Deutsche Museum könne ohne seine 150 bis 180 Ehrenamtlichen nicht leben.

Auch Landrätin Andrea Jochner-Weiß dankte den Gästen für deren zahlreiches Erscheinen. Sie lobte ihren Landkreis überschwänglich. Viele kulturelle Einrichtungen, ein sehr guter Branchenmix, eine „absolut gute Krankenhausversorgung“. „Aber der allergrößte Schatz, dass sind unsere ehrenamtlichen Leute in unserem Landkreis”, stellte sie fest und resümierte weiter: „Wir könnten uns das nie finanziell leisten, was ihr für den Landkreis tut.”

Bundestagsmitglied Harald Kühn sagte bei seiner Danksagung, dass eine Gesellschaft insbesondere davon lebt, dass es Menschen gibt, die mehr tun als es ihre Pflicht ist. Dies träfe im besonderem auf die Menschen zu, die sich einem Ehrenamt widmeten.

Der angenehme Empfang an bei herrlichster Aussicht auf die umliegende Landschaft dürfte die anwesenden Ehrenamtler in ihrem Engagement noch weiter bestärkt haben. Ganz sicher wird auch in Zukunft nichts ohne sie gehen.

Manfred Ellenberger

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