Sanierung abgeschlossen

Fußweg am Schongauer Bahnberg offiziell freigegeben

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Da lässt sich‘s aushalten: Bürgermeister, Stadträte, Mitarbeiter des Stadtbauamts und Vertreter der Baufirmen überzeugten sich von der neuen Aufenthaltsqualität am Bahnberg.

Schongau – Knapp vier Monate war der Fußweg am Bahnberg hinauf zur Schongauer Altstadt gesperrt. Seit letzter Woche sind die Sanierungsarbeiten abgeschlossen. Und die haben sich gelohnt, wie Bürgermeister und Vertreter aller Stadtratsfraktionen am heutigen Freitag bei der offiziellen Freigabe der wichtigen Verbindung zufrieden feststellten.

Binnen weniger Wochen war es das zweite Mal, dass Bürgermeister Falk Sluyterman zu einer Einweihung laden konnte. Anders als bei der Freigabe der Parkplätze am Buchenweg Mitte Juli gab es am Bahnberg allerdings kein rotes Band zum Durchschneiden, was freilich daran lag, dass der frisch sanierte Weg schon wieder eifrig von Fußgängern benutzt wurde. Als schnellste Verbindung zum Bahnhof hätten vor allem die Pendler die Sperrung in den vergangenen Wochen „schwer bedauert“, berichtete Sluyterman. Manch einer habe sich auch von der Baustelle nicht aufhalten lassen, fügte Stadtplaner Martin Hofmann schmunzelnd hinzu.

Doch die zurückgelegten Umwege dürften angesichts des gestiegenen Komforts, den der Weg nun nach dem Umbau bietet, schnell vergessen sein. Während früher Teilstücke mit einer Steigung von bis zu 20 Prozent zur quälenden Herausforderung für Fußgänger und Radfahrer wurden, geht es jetzt durchgehend mit maximal 15 Prozent in die Höhe. Zwar wurde der frisch asphaltierte Weg ein wenig schmaler, dafür führt an der rechten Seite nun ein Stahlrohrgeländer hinauf, das mit seinen leicht zu umgreifenden Holm Fußgängern bessern Halt als das alte Holzgeländer bietet. „Das war eine Anregung aus dem Seniorenbeirat“, wies Stadtbauamtsmitarbeiter Martin Blockhaus hin. Eine weitere hat die Stadt im Bereich der unteren Kurve umgesetzt. Der Zugang zu den dort neu aufgestellten Bänken, die auf Steinpodesten stehen, ist rollatorgeeignet.

Ebenfalls deutlich komfortabler als zuvor gestaltet sich der Weg im weiteren Verlauf Richtung Kindergarten. Die Treppenanlage ist verschwunden, die Trasse damit barrierefrei, wenn auch mit 18 Prozent Steigung für Gehbehinderte immer noch „eine Challenge“, wie Hofmann zugab. Doch um überhaupt einen derartigen Wert zu erreichen, habe man den Parkplatz vor dem Kindergarten etwas erhöhen müssen.

Generell stellte das steile Gelände die beteiligten Firmen vor einige Herausforderungen. An einigen Stellen kämpfte man mit Quellwasser, das aus dem Hang austrat. Hinzu kam die Enge der Baustelle. „Da kommt man sich schnell in die Quere.“

Ein Teilstück fehlt noch

Doch jetzt ist alles geschafft – zumindest fast. Auf den letzten Metern bis zum Stadttor ähnelt der Weg nach wie vor einem Flickenteppich, was bei dem ein oder anderen Passanten, der am Freitag den Berg hochstieg, verwunderte Blicke auslöste. Doch das abrupte Ende des Ausbaus hat einen guten Grund. Man wolle erst das Ergebnis des Wettbewerbs für die Neugestaltung des Stadtmauerumfelds abwarten, ehe man an dieser Stelle vollendete Tatsachen schaffe, erklärte Stadtbaumeister Sebastian Dietrich.

Insgesamt 290 000 Euro hat die Sanierung inklusive der neuen Beleuchtung gekostet. 80 Prozent davon bekommt die Stadt über die Städtebauförderung zurück.

Christoph Peters

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