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Sanierung von Sonnengraben und Himmelsleiter soll 2023 erfolgen

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Von: Astrid Neumann

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In diesem Jahr soll die Neugestaltung von Sonnengraben und Himmelsleiter begonnen und hoffentlich weitestgehend abgeschlossen werden. © Schorer

Schongau – In diesem Jahr soll die Sanierung und Inwertsetzung des Sonnengrabens mit Himmelsleiter realisiert werden. Letzte Arbeiten könnten auch Anfang 2024 noch durchgeführt werden, gab Stadtbaumeister Sebastian Dietrich am Dienstag im Bauausschuss seine Einschätzung ab. In der kommenden Woche soll der Stadtrat den Durchführungsbeschluss für die Maßnahme fällen.

„Wir freuen uns riesig darauf“, so Kornelia Funke (CSU) im Bauausschuss auch im Namen der Stadtführer. Am kommenden Dienstag, 24. Januar, kommt das Thema nochmals in den Stadtrat (Beginn der Sitzung um 19 Uhr im Rathaussaal). Im Anschluss erfolge die Ausschreibung, dann könne die Maßnahme hoffentlich 2023 realisiert werden, schätzt Dietrich. Er verwies aber auch darauf, dass die Arbeiten „extrem witterungsanfällig“ seien.

Geplant ist die Sanierung und Inwertsetzung des Sonnengrabens entlang der historischen Stadtmauer sowie die Sanierung der Himmelsleiter als Verbindung zwischen dem Sonnengraben, dem Polizeidienerturm und dem Dornauer Weg. Aufgrund der steilen Hanglage ist zudem eine statische Sicherung des Hangbereichs erforderlich.

Am Polizeidienerturm soll ein gepflasterter Vorplatz entstehen, über den die Altstadt an den Rundweg sowie über die Himmelsleiter an die tieferliegende Stadt angeschlossen werden soll. Der Durchgang am Polizeidienerturm soll dann künftig barrierefrei sein, wie Dietrich versicherte.

Die Sonnenterrasse entlang der Stadtmauer soll eine eigenständige Pflasterung erhalten. „Bänke laden hier zum Sonnenbaden ein“, heißt es dazu. Der Brunnen in der Nische soll nach dem Vorbild aus den 1950er Jahren reaktiviert werden und ein zusätzlicher Trinkbrunnen wird installiert (wir berichteten).

Die platzähnliche Aufweitung des Sonnengrabens wird gegenüber dem Bestand etwas höher gelegt und mittels Wiesenböschung gesichert. Diese gesamte Platzfläche soll begrünt werden. Zugang erhält man über eine Treppe, aber auch über eine Rampe. In der Zukunft sollen hier auch Sitzkörbe, aber natürlich auch Bänke, aufgestellt werden.

Die großen Buchse, die sich dort befinden, sollen erhalten bleiben und durch Pflegeschnitte aufgewertet werden. „Sie bilden einen grünen Rücken und machen den Platzbereich zu einem gemütlichen Aufenthaltsort, der sich vom Treiben auf dem Rundweg entkoppelt“, so Dietrich. In diesem Bereich soll sich auch das neue interaktive Fernrohr einfinden.

Treppenanlage

Die Himmelsleiter soll erneuert werden. Hierbei wird auch das Schrittmaß angepasst. Im oberen Steilhangbereich ist eine Stützmauer erforderlich. Zwischen dem Weg, den Blockstufen und der Stützmauer sorgt eine Rinne für Entwässerung. Im unteren Treppenbereich werden die Rinnen üppiger ausgeführt, um zusätzlich das anfallende Quellwasser abzuführen.

Der Platzbereich am Sonnengraben soll mit Schotterrasen ausgestattet werden. Daneben sollen Flächen mit Duftkräutern entstehen. Pflanzen wie Thymian, Lavendel, Salbei, Katzenminze oder Dost seien hier denkbar. Diese würden sich auch in den historischen Kontext einordnen lassen. Die bestehende Stützmauer wird mit wildem Wein bepflanzt.

Materialien

Die Materialien und Ausstattungsgegenstände folgen dem Leitfaden des Rahmenplans. So kommt um den Polizeidienerturm beispielsweise das Altstadtpflaster mit seinem Riemchenverband aus beigem Naturstein zum Einsatz. Der Rundweg soll mit einer wassergebundenen Wegedecke ausgeführt werden.

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