Schwierige Bodenverhältnisse verzögern Bau

Saunaland-Erweiterung: Eröffnung erst im Dezember?

+
Alles Baustelle: Hier entsteht die Sauna-Erweiterung.

Schongau – Die Bauarbeiten für die Erweiterung des Saunalands am Schongauer Freizeitbad Plantsch laufen auf Hochtouren. Dennoch ist der ursprünglich anvisierte Eröffnungstermin zum Beginn der Wintersaison nicht mehr zu halten. Schuld daran tragen schwierige Bodenverhältnisse. Durch den Mehraufwand steigen auch die Kosten.

Wie Sebastian Dietrich vom Bauamt in der jüngsten Bauausschusssitzung erklärte, liege man derzeit rund vier Wochen hinter dem Zeitplan zurück. Mit einer Fertigstellung der Sauna-Erweiterung sei deshalb wohl erst im Dezember zu rechnen, teilte er mit. 

Der Grund für die Verzögerungen liegt unter der Erde. Beim Aushub für den geplanten Keller sowie bei der Vorbereitung des Fundaments für den Anbau habe man eine sehr inhomogene Bodenqualität vorgefunden, berichtete Dietrich. Ein Teil des Erdreichs musste daher ausgetauscht und in manchen Bereichen mit Magerbeton für die nötige Standsicherheit gesorgt werden. 

Erschwerend hinzu kam, dass man bei den Arbeiten auch noch über eine alte Fernwärmeleitung stolperte. „Die war in keinen Plänen verzeichnet“, so Dietrich. Die Mehrkosten durch den erhöhten Aufwand bezifferte er auf rund 33000 Euro. Diese ließen sich aber durch den einkalkulierten Kostenpuffer abdecken, der damit allerdings zur Hälfte ausgeschöpft sei. „Das Baugrundrisiko hat man immer, da steckt man nicht drin“, kommentierte Bürgermeister Falk Sluyterman die unliebsame Überraschung. 

Ohne große Diskussion und einstimmig segnete das Gremium die Mehrkosten ab. Ebenfalls einstimmig sprachen sich die Räte für eine weitere Maßnahme zur Barrierefreiheit des Saunalands aus. So soll beim Übergang zum Erweiterungsbau ein separater Eingang mit einer automatischen Tür geschaffen werden – analog zur Lechsporthalle. Die Anregung dazu kam vom Beirat für Menschen mit Behinderungen. Kostenpunkt: 6000 Euro.

 Einen ähnlichen Wunsch hatte der Beirat auch für die Infrarotkabine. Ein barrierefreier Zugang sei hier allerdings „technisch nur sehr schwer umsetzbar,“, sagte Dietrich und verwies als Alternative auf die geplante Panorama-Sauna. Dort seien zwei Rollstuhlplätze vorgesehen.

chpe

Auch interessant

Meistgelesen

Erst 2020 barrierefrei
Erst 2020 barrierefrei
Schnittpunkt zwischen Gleis und Straße
Schnittpunkt zwischen Gleis und Straße
Digitale Ergänzung kommt an
Digitale Ergänzung kommt an
Das Pizzakarton-Problem
Das Pizzakarton-Problem

Kommentare