Saunaland-Erweiterung im Plantsch eingeweiht

Mehr als nur schwitzen

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Stadträte und Bürgermeister testeten schon einmal die Liegen im neuen Ruhreraum.

Schongau – Es ist eines der größten Projekte der letzten Jahre für die Stadt Schongau: Am Mittwoch wurde die Saunaland-Erweiterung im Freizeitbad Plantsch offiziell eingeweiht. Am Karfreitag steht der 1,6 Millionen teure Neubau erstmals allen Besuchern offen. Für Bürgermeister Falk Sluyterman „ein Höhepunkt des Bäderbetriebs der Stadt“.

Nicht einmal ein Jahr war seit dem Spatenstich am 7. April 2015 vergangen, als Plantsch-Chef Andreas Kosian am vergangenen Mittwoch zahlreiche Ehrengäste, darunter fast der komplette Stadtrat, zur Einweihung der Saunaland-Erweiterung begrüßte.

Wie ambitioniert der Zeitplan war, zeigte sich daran, dass er und sein Team bis quasi zur letzten Minute gemeinsam mit den beteiligten Firmen und Planer Christian Gößwald alle Hände voll zu tun hatten. Letzterer etwa räumte erst eine Viertelstunde vor der Einweihungsfeier das Feld, um sich im benachbarten Plantsch zu duschen und Arbeitskluft gegen Anzug zu tauschen.

„Alle Leute haben super mitgeholfen“, lobte Gößwald. Und auch Kosian war sichtlich stolz auf den Einsatz seiner Mitarbeiter, die neben ihrer Arbeit im Bad unzählige Stunden auf der Baustelle verbracht hätten.

 Während im Inneren des Neubaus dadurch alles rechtzeitig fertig geworden ist, hat die kurze Rückkehr des Winters die Arbeiten im Außenbereich ein wenig verzögert. So muss das Gebäude noch verputzt werden und die Wege gepflastert werden. „Ich denke, dass wir in zwei bis drei Wochen komplett durch sind“, schätzte Gößwald. Die Außenanlagen wie Terrasse und Schwimmteich gehen dagegen pünktlich am Karfreitag in Betrieb.

Als „gut und mutig“ bezeichnete Bürgermeister Falk Sluyterman die Entscheidung des Stadtrats, der Ende 2013 den Weg für die Erweiterung frei gemacht hatte. Das Saunaland trage dazu bei, den defizitären Schwimmbadbetrieb zu stützen, betonte er. Dennoch sei die Investition von immerhin 1,6 Millionen Euro nicht ganz unumstritten gewesen, räumte der Bürgermeister ein. Er wünsche sich daher natürlich, dass die prognostizierten Gästezahlen erreicht würden.

Einweihung der Saunaland-Erweiterung

Anschließend war es an Stadtpfarrer Norbert Marxer, den Neubau zu segnen, ehe Bürgermeister und Plantsch-Vorstand das symbolische Band in den Stadtfarben durchschnitten und damit den Weg ins Innere zur Besichtigungstour freigaben. Mit dem neuen Gebäudetrakt, das lässt sich schon jetzt sagen, ist das Plantsch um eine Attraktion reicher, die das Herz der Sauna-Anhänger höher schlagen lassen dürfte.

Das fängt schon mit der großen Panoramasauna an, die mit 60 Plätzen viel Raum zum Schwitzen bietet. Nettes Detail: Der große Saunaofen wurde in Form eines römischen Lastenkarrens gestaltet – passend zum Thema Via Claudia, das sich wie ein Leitfaden durchs Gebäude zieht. Freundlich und hell ist auch die Infrarotsauna gestaltet genau wie der große Ruheraum, der insgesamt 30 Plätze zum Entspannen bietet – mit Blick auf den Saunagarten.

Der wirkt derzeit aufgrund der fehlenden Vegetation noch etwas kahl, soll aber mit Ambientebefeuerung und Effektbeleuchtung von Naturschwimmteich und Gebäude sowie einem teilweise durch Flachwasser geführtem Fußerlebnispfad für einen besonderen Flair sorgen.

Hinzu kommen Erlebnis- und Körperduschen im Innen- und Freibereich, zwei Massageräume mit Sanitätsraum, Multimediaeinbauten für Themenabende und Veranstaltungen und ein Atrium mit Wärmebänken. Auch die Gastronomieterrasse wurde vergrößert, zudem ist das ganze Gebäude dank Rollstuhlrampe und separatem Rollstuhlfahrereingang barrierefrei.

Bei den Ehrengästen kam die Saunaland-Erweiterung durch die Bank gut an. „Es ist super gelungen und eine Bereicherung für Schongau“, schwärmte etwa SPD-Stadträtin Ilona Böse. Lob, das Andreas Kosian gern hören dürfte. Schließlich hat der Plantsch-Chef in den vergangenen Jahren viel Herzblut in das Projekt investiert, damit aus der Idee auf Papier Wirklichkeit wird. Seit Karfreitag kann sich auch die breite Öffentlichkeit vom neuen Sauna-Erlebnis im Plantsch überzeugen.

Christoph Peters

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