Schießanlage im Visier der Stadträte

Lärmmessungen an drei Punkten am Schießplatz an der Dießner Straße wurden vor den Sommerferien durchgeführt. Über den Ausgang unterrichtete die Stadtverwaltung den Stadtrat. Dabei wurde eines klar: Es gibt noch zahlreiche Dinge zu klären.

„Bei den Messungen an der Herzogsägmühle, dem Wohngebäude an der Kläranlage und am Schongauer Industriegebiet wurde deutlich, dass nur am Wohnhaus der Lärmwert mit 69 Dezibel um neun Punkte überschritten wurden“, sagte Walter Frömmrich, Umweltschutzbeauftragter der Stadt. Er gehe davon aus, dass durch den Bau der geplanten Wälle die Lärmbelästigung weiter reduziert werden könnte, wobei die vorgeschriebenen Tages- und Ruhezeiten zu beachten seien. Robert Bohrer (SPD) wunderte sich, dass so wenige Mess-punkte berücksichtigt worden seien. „Wie sieht es in der Rösenau aus? Wir brauchen ordentliche Werte in dem Wohngebiet und nicht nur Empfindungen“, forderte er. In einem Genehmigungsverfahren könnte das Landratsamt Auflagen erteilen, antwortete Frömmrich. Die drei Messpunkte seien zudem aus technischer Sicht ausreichend. Auf große Skepsis stieß der geplante Wall, der statt zehn nun 20 Meter hoch werden soll. „Wie gibt’s das?“, zeigte sich Siegfried Müller (ALS) von dem Unterschied überrascht. „Wir haben keinen konkreten Plan und wollen zunächst wissen, auf was sich der Stadtrat überhaupt einlässt, wenn er das Grundstück, das für einen Umbau in einen Schwerpunktschießstand erforderlich ist, an den Jagd- und Naturschutzverein abtritt“, erklärte Bürgermeister Karlheinz Gerbl (SPD). Ihm sei von Seiten des Vereins zugesichert worden, dass die Öffnungszeiten nicht ausgeweitet würden. Das würde der Vorstand in einem Vertrag regeln. „Wir haben ein ungutes Gefühl“, meinte Peter Huber (SPD) bezüglich der Schussanzahl. Zudem sei nicht klar, wie die Lärmbelastung in der Lechvorstadt, auf Helgoland und am Schwalbenstein sei, so Huber. Die Verhandlungen über die Hergabe des Grundstücks indes wurde in die nichtöffentliche Sitzung verlegt. Die Stadt wollte sich hierzu nicht äußern.

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