Denkmalkonzept soll Richtung vorgeben

Neuer Handlungsspielraum fürs Bernbeurer Schnitzerareal

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Der Schnitzergasthof gilt als das eigentliche Juwel auf dem Areal. Ein Denkmalkonzept soll seine Zukunft aufzeigen.

Bernbeuren – Das bisherige Jahr war ein ereignisreiches für die Zukunft des Bernbeu­rer Schnitzerareals. Ende Januar verständigten sich Landtag, Denkmalschutz und Gemeinde auf eine gemeinsame Richtung. Die Gemeinde ist nun am Zug: Auf ihren Kauf der Fläche samt Anwesen folgt die Erstellung eines kommunalen Denkmalkonzepts.

Als der Gemeinderat am 11. März den Grundsatzbeschluss fasste, das kommunale Denkmalkonzept für den Teilbereich Schnitzer aufzustellen, war gerade die Tinte unter dem Kaufvertrag für das Areal trocken. So schildert es Bürgermeister Martin Hinterbrandner. Dass der Kauf gleichsam wie das anzufertigende Konzept den Stadel und auch die Gaststätte beinhalten, darauf war bei einem entscheidenden Ortstermin am 30. Januar nochmals großer Wert gelegt worden.

Seitdem herrschen bei allen Beteiligten „offene Arme“, sagt Hinterbrandner. „Wir ziehen den Strick jetzt in die gleiche Richtung.“ Noch wichtiger als der Stadel sei aus Gesichtspunkten des Denkmalschutzes nämlich zuvorderst der Erhalt des deutlich älteren und in seiner historischen Funktion wertvolleren Gasthauses. Auch für jenes sorge die Gemeinde durch den Kauf des Areals und die Aufstellung eines Denkmalkonzepts für Sicherheit.

Der Stadel als langjähriger Zank­apfel zwischen Gemeinde und Denkmalschutz rückt somit etwas in der Hintergrund. Das schafft Handlungsspielraum in der Frage, ob der anvisierte Nahversorger im bestehenden Gebäude Einzug halten muss oder ein Abriss samt Neubau ins Auge gefasst werden kann. Festzuhalten gilt es diese Entscheidung im Konzept, an dessen Erstellung und Realisierung der abgewählte Bürgermeister nicht mehr beteiligt sein wird. Persönlich hoffe er, dass das Projekt mit dem Engagement weiterverfolgt werde, das in Anbetracht des großen zeitlichen und finanziellen Aufwands notwendig ist. Zur künftigen Entwicklung will Hinterbrandner sich nicht äußern; einem scheidenden Gemeindeoberhaupt stehe das nicht zu.

ras

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