Offene Bücherschränke

Bücher am Brahmsplatz

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Bereits im Herbst sollen am Brahmsplatz zwei Bücherschränke aufgestellt werden. So wünscht es sich Schongau belebt und die Bürgerinitiative Schongau West.

Schongau – Ein bisschen mehr Interesse hätten sich die Vertreter von Schongau belebt und der Bürgerinitiative Schongau West für ihr erstes gemeinsames Projekt schon gewünscht. Doch auch dieser kleine Kreis stößt jetzt ein großes Projekt an – zusammen mit Bürgermeister Falk Sluyterman, der ebenfalls zum Treffen gekommen war.

„Ich finde es großartig, dass die Gruppe Schongau belebt ihren Fokus erweitert, und auch außerhalb der Altstadt Projekte unterstützt“, lobte der Schongauer Rathauschef. Und bei diesem Projekt handelt es sich um eines, von dem die Mitglieder der Bürgerinitiative schon lange träumen, und bei dem Schongau belebt bereits Erfahrungen gesammelt hat: Ein offener Bücherschrank! Doch soll es in Schongaus Westen nicht eine alte, umgebaute Telefonzelle werden, sondern Verteilerschränke, deren Bausätze die Lechwerke spendieren. Das Konzept bleibt jedoch dasselbe: Jeder, der möchte, darf ein Buch in den offenen Bücherschrank einstellen, oder eines entnehmen. Dabei gibt es keine Verpflichtung, das heißt, wer eines nimmt, muss nicht auch eines bringen. Aber man kann.

„Schön wären mindestens zwei Schränke, einer für Erwachsene und einer für Kinder“, wünschte sich Siegfried Spitz von der Bürgerinitiative noch beim Treffen, und so wird es nun auch kommen. Mit den LEW wurde bereits verhandelt und zwei Kästen zugesagt.

Doch welcher Platz eignet sich in Schongau West? Recht schnell blieben die Diskussionsteilnehmer an einem Ort hängen: Dem zentral gelegenen Brahmsplatz. „Dort ist ein Spielplatz, eine Bushaltestelle, ein Briefkasten und eine Anschlagtafel“, hob Mayer die Vorzüge des Platzes hervor. Und da es sich dabei höchstwahrscheinlich um städtischen Grund handelt, wäre die erste Hürde schnell genommen. „Ich erkundige mich sofort, ob das Gelände der Stadt gehört, ob irgendwelche Auflagen zu erfüllen sind, und leite das in die Wege“, versprach Sluyterman sich um die bürokratischen Mühlen zu kümmern. Nach einer Ortsbesichtigung geht es dann für die Mitglieder beider Gruppen in die heiße Phase: Ein Plan für das Gesamtkonzept muss erstellt, der offizielle Antrag bei der Stadt eingereicht, und nicht zuletzt einer oder mehrere Bücherschrank-Paten gefunden werden. Auch für den Ausbau mit Regalbrettern braucht es dann noch Freiwillige. Und für eine ansprechende Außenbemalung.

Kreative Ideen gab es bei dem ersten Treffen zuhauf, jetzt geht es an die Umsetzung. Denn das Projekt soll bereits bis zum Herbst Wirklichkeit werden.

Christine Wölfle

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