Acht Prozent mehr ab 2022 – Jährlich kommen weitere drei Prozent dazu

Schongau erhöht Kindergartengebühr

Kindergarten
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Die letzte Anpassung erfolgte zum Kindergartenjahr 2016/2017, jetzt zieht Schongau deutlich und fortan regelmäßig an.
  • Astrid Neumann
    VonAstrid Neumann
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Schongau – Die Kindergartengebühren in Schongau werden erhöht. Teils „schweren Herzens“ haben die Stadträte dem in der Sitzung am Dienstag zugestimmt. Es ist die erste Erhöhung dieser Gebühren seit 2016.

Die Umstände führte Esther Laue, die im Rathaus für das Kindergartenwesen zuständig ist, im Gremium näher aus. Die letzte Anpassung erfolgte zum Kindergartenjahr 2016/2017. Zwischenzeitlich seien durch betrieblich bedingte Aufstockungen des Personalbestandes und Tarifverhandlungen die Personalkosten gestiegen, so Laue. Der Vorschlag lautete deshalb, die Gebührensatzung der Stadt um rund acht Prozent beim Grundbeitrag zum 1. Januar 2022 anzupassen. Das entspreche einer Erhöhung im Regelbereich von sechs Euro bei drei bis vier Stunden Buchungszeit, so Laue weiter. Das Getränkegeld soll in allen Einrichtungen auf einheitliche zwei Euro pro Kind und Monat angepasst werden.

Man habe das Thema intensiv im Haupt- und Finanzausschuss vorberaten, meinte dazu Bürgermeister Falk Sluyterman. Dieser hat einstimmig vorgeschlagen, die Gebühren jährlich zum 1. September – erstmalig zum 1. September 2022 – um drei Prozent zu erhöhen.

Durch die Einführung eines Zuschusses für Vorschulkinder von bis zu 100 Euro und auf Nachfrage der anderen Träger von Kindertageseinrichtungen in Schongau, schlug Laue zudem vor, den bisher gewährten Geschwisterbonus von 50 Prozent wegzulassen.

Beiräte befragt

Im Vorfeld seien die Elternbeiräte von allen vier städtischen Einrichtungen informiert und um Stellungsnahme gebeten worden. Zwei Beiräte haben sich generell gegen eine Gebühren­erhöhung ausgesprochen. Die Begründung: Die Erhöhung komme zu einem ungünstigen Zeitpunkt. Ein Elternbeirat hat vorgeschlagen, die Erhöhung auf zwei Jahre zu staffeln, der Beirat der vierten Einrichtung hat sich enthalten.

Trotz all der nachvollziehbaren Gründe bleibe man bei dem Vorschlag, die Gebühren um acht Prozent zu erhöhen, so Laue. „Aufgrund der langen Zeit, die seit der letzten Erhöhung vergangen ist und der Mehrkosten, die unter anderem durch tarifliche

Erhöhungen entstanden sind, sieht die Verwaltung diese als gerechtfertigt an“, so die Verantwortliche im Kindergartenwesen.

Der Vorschlag lautete daher, die Gebühren zum 1. Januar 2022 um acht Prozent und zum 1. September 2022 um drei Prozent zu erhöhen. Jedes Jahr sollen die Beiträge dann zum 1. September um drei Prozent angehoben werden.

„Erhöhungen tun immer weh“, war die Meinung von Ilona Böse (SPD) zu diesem „komplexen Thema“. Aber schließlich wolle man ja auch Qualität. „Schweren Herzens“ werde er zustimmen, so Michael Eberle (CSU). „Wir kommen um ein Anpassen nicht herum“, sagte er. Zwar seien Erhöhungen immer ungut, jedoch befürworte sie die kontinuierliche Steigerung um drei Prozent, sagte Kornelia Funke (CSU) dazu.

Der Stadtrat folgte schließlich einstimmig den Empfehlungen des Haupt- und Finanzausschusses und segnete die Gebührenerhöhung samt Streichung des Geschwisterbonus ab.

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