Für die Stimme der Jugend

Schongau erlässt Satzung für Jugendbeirat

Jugendbeirat Sitzung
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Elf Jugendliche im Alter zwischen zwölf und 18 Jahren sollen dem Schongauer Jugendbeirat künftig angehören.
  • Astrid Neumann
    VonAstrid Neumann
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Schongau – Ein Sprachrohr für die Jugend soll er sein: Seit einem Jahr steht fest, dass die Stadt Schongau einen Jugendbeirat erhalten soll. Nun gibt es auch eine entsprechende Satzung, die die Details regelt. Diese hat der Stadtrat in seiner jüngsten Sitzung am vergangenen Dienstag einstimmig abgesegnet. Diskussion gab es um die Altersgrenzen der künftigen Jugendbeiräte.

Im Mai letzten Jahres hatte CSU-Stadtrat Hans Rehbehn die Einführung eines Jugendbeirates beantragt, der Stadtrat hatte dem im Juni 2020 mehrheitlich zugestimmt. Im Anschluss bildete sich ein Arbeitskreis – bestehend aus Mitgliedern der Verwaltung, Stadträten, den Jugendreferenten sowie den Mitarbeitern des Jugendzentrums. Auch die Schulen hatte man schon mit ins Boot genommen – darunter Mittel- und Realschule sowie Gymnasium und die Schönach-Schule in Altenstadt, wie Hauptamtsleiterin Bettina Schade in der Stadtratssitzung am Dienstag erläuterte. Hier wurde dann der Satzungsentwurf erarbeitet.

Die Vorarbeit dazu hatte Rehbehn geleistet, indem er insgesamt zwölf Kommunen um deren Satzung gebeten hatte. Aus diesen habe man sich dann die für Schongau passenden Punkte herausgepickt und angepasst.

Dem Beirat sollen elf Jugendliche angehören. Drei von ihnen werden durch die Schongauer Jugendlichen gewählt. Acht Jugendliche, von denen je zwei Schüler aus der Mittelschule, Realschule, Gymnasium Schongau und der Schönach-Schule Altenstadt sind, sollen in einem demokratischen Verfahren von der jeweiligen Schulfamilie gewählt werden. Die zur Wahl Stehenden sollten ihren Hauptwohnsitz in der Lechstadt haben und zwischen zwölf und 18 Jahre alt sein. Außerdem soll eine Nachrückerliste geführt werden.

Die Amtszeit der Beiratsmitglieder soll zwei Jahre betragen, beginnend ab dem 1. November des Jahres, in dem die Wahl stattfand. Mit rund 2.500 Euro soll der Beirat ein eigenes kleines Budget erhalten, so Schade. Die beiden Jugendreferenten, die zugleich Mitglied des Stadtrates sind, sind beratend tätig und stehen dem Jugendbeirat als erste Ansprechpartner zur Verfügung.

In Vertretung für Hans Rehbehn, der nicht an der Sitzung teilnehmen konnte, ergriff CSU-Fraktionsvorsitzen Kornelia Funke als erste das Wort. „Ein gutes Projekt für die Jugend“, befand sie und richtete den Dank Rehbehns an alle Beteiligten aus. „Er würde auch gerne der Jugend das Signal geben, ihre Stimme zu nutzen“, so Funke weiter.

Warum auch die Schönach-Schule Altenstadt mit aufgenommen wurde, wollte Bettina Buresch (Grüne) wissen. „Wir wollten ein breites Spektrum“, so Schade. Und Schüler im Alter zwischen zwölf und 18 Jahren aus Schongau würden eben auch die Altenstadter Schule besuchen.

Auch mit der Altersgrenze 18 Jahre war Buresch nicht einverstanden. Sie schlug vor, wie das beispielsweise auch in Landsberg gehandhabt werde, auf 21 Jahre zu gehen. Sie denke da vor allem an Schüler, die wiederholt haben oder spät eingeschult wurden.

Zum einen sei 18 „einfach so eine Grenze“, so Schade. In diesem Alter könnte man immerhin auch für den Stadtrat kandidieren. Zum anderen sei 18 nicht abschließend. Wird man in diesem Alter in den Beirat gewählt, ist man beim Ausscheiden schließlich auch schon 20 Jahre alt. Die Spanne zwischen zwölf und 18 Jahren sei von der Entwicklung her gesehen eh schon recht groß, so die Hauptamtsleiterin weiter. „Da ist es schwer, sich zu einigen“, befand sie.

Für ein Anheben der Altersgrenze auf 21 Jahre stimmten am Ende mit Buresch nur ihre beiden Fraktionskolleginnen. Die Mehrheit sprach sich dafür aus, bei 18 Jahren zu bleiben.

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