Gemeinsame Podiumsdiskussion

Bürgermeisterkandidaten von ALS und CSU in Diskussion

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Bei einer gemeinsamen Podiumsdiskussion diskutierten die Bürgermeisterkandidaten Daniela Puzzovio (ALS, links) und Hans Rehbehn (CSU, rechts) über Schongauer Belange.

Schongau – Vor Jahren wäre so eine gemeinsame Veranstaltung von ALS und CSU nicht denkbar gewesen, so Nina Konstantin, Vorsitzende der ALS in ihrer Begrüßung, aber z.B. im Widerstand gegen die Straßenausbaubeitragssatzung hat sich eine Zusammenarbeit in mehreren Punkten ergeben. Und aus dem „Experiment“ entwickelte sich eine interessante Podiumsdiskussion, der Saal des Pfarrheims Verklärung Christi war trotz Unwetterwarnung gut gefüllt.

Die Besucher nutzten die Gelegenheit, die Kandidierenden direkt anzusprechen. Auf Frage von Susanne Becker befürworten beide klar eine Reaktivierung der Fuchstalbahn. Während Daniela Puzzovio davon ausgeht, mit den neuen Fördertöpfen könne eine Umsetzung schnell erfolgen, verwies Hans Rehbehn zwar auf die Bedeutung der Bahn, aber auch auf die umfassenden Vorarbeiten. Bis die Bahn fährt, soll ein „Fuchstalbus“ die Aufgabe übernehmen, mit dem Fahrgastaufkommen schaffe man Argumente für Förderung und Aktivierung.

Einig waren sich beide Kandidaten auf Frage von Stadtrat Stefan Konrad, dass das Krankenhaus Schongau erhalten und gestärkt werden muss. Sie verwiesen hier auch auf die wichtige Rolle der Landkreises.

Verschiedene Ansätze hatten die Kandidierenden auf die Frage von Stadtrat Gregor Schuppe zum Gewerbesteuerhebesatz. Während Puzzovio die Funktion als Gemeinwohlsteuer betont und diesen auf 380 Prozentpunkte erhöhen will, sieht Rehbehn den Hebesatz auch als Standortfaktor, der derzeit so belassen werden sollte.

Volle Übereinstimmung zeigten beide Kandidaten zum Thema Transparenz, das von Peter Haggenmiller angesprochen wurde. Hier seien derzeit erhebliche Defizite, jeder Bürger dürfe und müsse erfahren, was die Stadt plant, beschließt und welche Gründe es dafür gibt.

Puzzovio und Rehbehn erläuterten auf Anfrage von Bernd Liebermann, wie sie den Tourismus in Schongau stärken wollen. Beide sehen darin auch ein wirtschaftliches Standbein für Schongau und besonders die Altstadt. Puzzovio forderte eine bessere Vernetzung des Tourismusvereins und sieht ein Fahrradhostel als Bereicherung. Rehbehn will eine Touristinformation an zentraler Stelle, barrierefrei und mit verbesserten Öffnungszeiten und personeller Aufstockung. Ein Veranstaltungsbüro soll entsprechende Termine koordinieren, Überschneidungen vermeiden und die Veranstaltungen auch unterstützen.

Beide Kandidaten erläuterten ihre Pläne für bezahlbaren Wohnraum, wollen Schongau als umwelt- und fahrradfreundliche Stadt ausbauen und sprachen sich gegen Baumfällaktionen im Stadtmauerumfeld aus. Noch viele weitere interessante Themen wurden erörtert, von der Straßenbeleuchtung über Stadthalle bis hin zur zweiten Stadtbuslinie. 

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