Gemeinsam mit Peiting und Altenstadt – oder alleine

Schongau will Klimaschutzmanager

Windrad
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Aufgrund der vielen Facetten beim Thema Klimaschutz brauche es eine eigene qualifizierte Fachkraft, begründete Hans Rehbehn seinen Antrag.
  • VonRasso Schorer
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Schongau – Die Stadt will einen Klimaschutzmanager einstellen. Entweder in Eigenregie oder als Teil des Ammer Lech Lands. Das beschloss der Stadtrat am Dienstag auf Antrag Hans Rehbehns einstimmig. 

So schnell wie möglich will Bürgermeister Falk Sluyterman nun Peiting und Altenstadt an den Tisch holen, also den Lenkungsausschuss für Interkommunale Zusammenarbeit einladen. Zur Stadtratssitzung am 7. Dezember soll feststehen, ob die Stadt allein oder das Ammer Lech Land sich gemeinsam um die Personalie bemüht. Denn bei einem Antrag bis 31. Dezember winken 75 Prozent Förderung für zwei Jahre, bei Verpassen dieser Frist wären es 65. „Wobei da viel Dynamik drin ist“, schätzt Sluyterman, dass sich je nach neuer Bundesregierung noch viel tun könne.

Belange des Klimaschutzes werden in Schongau schon mitgedacht, lobte Rehbehn in seinem Antrag. Aufgrund der vielen Facetten brauche es aber eine eigene qualifizierte Fachkraft. Ob nicht die Klimaschutzreferentin des Landkreises auf kommunaler Ebene mitwirken könnte, wollte Alexander Majaru (SPD) wissen. „Die hat doch ganz andere Aufgaben“, könne hier nur Anstoß leisten, entgegnete Rehbehn. Es brauche Ansprechpartner vor Ort.

„Klimaschutz gibt es nicht umsonst“, sagte Ilona Böse (SPD) mit Blick auf die 17.500 Euro für zwei Jahre, die die Stadt wohl selbst tragen müsste. Schongau müsse sich beim Klimaschutz nicht verstecken, befand Fraktionskollege Friedrich Zeller. „Es ist viel passiert oder in der Pipeline“ und hapere weniger an den Ideen, sondern an den Kapazitäten für die Umsetzung. Rehbehns Idee sei gut, „aber nur, wenn sie der Verwaltung auch hilft“. Das Bauamt solle entlastet werden, fand auch Kornelia Funke (CSU).

Davon sei nicht auszugehen, dämpfte Stadtbaumeister Sebastian Dietrich. Klimaschutz sei ohnehin bei jedem Projekt ein relevanter und vertrauter Punkt. Dennoch sei ein Klimaschutzmanager für jene Inhalte wichtig, für die es diesbezüglich noch keine Zuständigkeit gebe, zum Beispiel bei der Mobilität.

Rehbehns Befürchtung, dass Peitings Bürgermeister Peter Ostenrieder kein Befürworter eines Klimaschutzmanagers sei, teilte Sluyterman. „Auch für Peiting ist aber zunächst der IKEK-Lenkungsausschuss und dann der Marktgemeinderat entscheidend.“

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