Schongau zieht erste Blitz-Bilanz

Doppelt so schnell wie erlaubt

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Vor allem in der Colmarer und Säulingsstraße blitzt es regelmäßig, weil Autofahrer zu schnell unterwegs sind.

Schongau – Seit drei Monaten führt der Zweckverband kommunale Verkehrssicherheit Oberland im Auftrag der Stadt Schongau regelmäßig Geschwindigkeitskontrollen innerhalb Schongaus durch. Nun zieht die Stadt eine erste Bilanz.

„Es ist ganz interessant zu sehen,“ berichtete Reinhold Jaser von der Stadtverwaltung am Dienstag in der Stadtratssitzung. „Es gibt ein paar Straßen auf denen prinzipiell zu schnell gefahren wird.“ 

Dazu zählen zum Beispiel die Colmarer Straße und die Säulingstraße auf denen um die 30 Prozent der Fahrer zu schnell unterwegs waren. Bei Tempo 30 sind hier gar Geschwindigkeitsübertretungen von 30 Km/h und mehr keine Seltenheit. Ab 31 Km/h überhöhter Geschwindigkeit bedeutet das: 160 Euro Geldstrafe, ein viermonatiges Fahrverbot und drei Punkte in Flensburg. 

Andere Straßen, bei denen man vielleicht vermuten würde, dass hier das Tempolimit nicht eingehalten würde, überraschten hingegen positiv. Auf der Schönlinder Straße beispielsweise war, bei einer Messungszeit von dreieinhalb Stunden, von über 600 Fahrzeugen nur rund jedes hundertste zu schnell. Auf der vielbefahrenen Peitinger Straße war es binnen zwei Stunden bei etwas mehr als 1200 Fahrzeugen gar nur jedes zweihunderste. Das habe jedoch auch mit dem stockenden Berufsverkehr zwischen sechs und acht Uhr morgens zu tun, erläuterte Jaser. 

20 Stunden pro Monat sind die Geschwindigkeitsmesser an 17 ausgewählten Punkten im Einsatz. Das Projekt läuft auf zwei Jahre, danach wird entschieden, ob es fortgesetzt werden wird. Eins ist sicher: Ein Gewinn wird hierbei nicht erwirtschaftet: Bisher decken sich die Ausgaben für die Aktion und die Einnahmen aus den Strafen. Aber es solle ja auch bewusst keine Einnahmequelle sein, betonte Jaser. Vielmehr sei das erklärte Ziel, sich so einen Überblick über die Verkehrssituation in Schongau zu verschaffen und die Straßen sicherer zu machen.

Moritz Fink

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