Barrierefrei nachverdichten

35 barrierefreie Wohnungen für Schongau

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Die bestehende Wohnanlage in Papiermacherweg bzw. Lechvorstadt soll nun erweitert werden. Ein Neubau sieht 25 barrierefreie Wohnungen vor.

Schongau – Gute Nachrichten für den Schongauer Wohnungsmarkt waren am vergangenen Dienstag im Bau- und Umweltausschuss zu vernehmen. Insgesamt 35 neue barrierefreie Wohnungen sollen in nächster Zeit in der Lechstadt entstehen. Dazu kommt noch ein neuer Laden inklusive Café in der Lechvorstadt.

Ein „tolles Bauvorhaben“ kündigte Bürgermeister Falk Sluyterman in der jüngsten Sitzung an. Dabei handelt es sich um den geplanten Neubau einer barrierefreien Wohnanlage mit Tiefgarage und eines kleinen Ladens mit Café im Papiermacherweg 8 beziehungsweise Lechvorstadt 25.

Geplant ist hier die Erweiterung der bestehenden Wohnanlage Papiermacherweg 4/6 und Lechvorstadt 21/23, wie Stadtbaumeister Sebastian Dietrich erläuterte. Das im Papiermacherweg 8 geplante Gebäude soll aus 20 Wohnungen plus einer Gästewohnung bestehen. In der Lechvorstadt 25 sind vier Wohnungen im ersten und zweiten Stock sowie zwei Gästezimmer im Dachgeschoss geplant. Im Erdgeschoss ist ein Laden mit rund 90 Quadratmetern sowie ein Café mit etwa 70 Quadratmetern vorgesehen. Für die erforderlichen Stellplätze soll eine Tiefgarage und Parkplätze im Papiermacherweg sorgen.

Städtebaulich lehne sich die Planung an die bisherige Bebauung an und füge sich aus seiner Sicht gut ein, so Dietrich. Bürgermeister Falk Sluyterman hob hervor, dass seniorengerechtes Wohnen in Schongau stark nachgefragt werde. Die Planungen riefen bei den Bauausschussmitgliedern durchweg positive Reaktionen hervor. Bettina Buresch lobte den Laden und das Café: „Das wertet das ganze Quartier auf.“ Als „ausgesprochen gut durchgeplant“ bezeichnete Kornelia Funke (CSU) das Bauvorhaben.

„Dann müssen wir dort aber das Verkehrskonzept angehen“, warf Helmut Hunger (CSU) ein. Von Schwerverkehr Richtung Kläranlage bis Bulldog sei hier alles dabei. Mittelfristig wird das auch passieren, wie Stadtbaumeister Dietrich ankündigte. Kleinere Maßnahmen würden derweil aber bereits umgesetzt werden.

Zehn weitere Wohnungen

Auch ein weiteres Vorhaben in der Altenstadter Straße wurde vom Bauausschuss begrüßt. Auf dem Grundstück mit der Nummer 11 soll das bestehende Einfamilienhaus abgerissen und durch den Neubau eines Mehrfamilienhauses mit Tiefgarage ersetzt werden. Dort sind zehn barrierefreie Wohnungen geplant.

„So müssen wir weiter machen“, warf Ilona Böse (SPD) ein und bezeichnete das Projekt als „gelungene Nachverdichtung und absoluten Gewinn für Schongau“. Das Haus füge sich zwar gut ein, so Bettina Buresch, ihre Bedenken galten aber den kleinen Häuschen, die dahinter liegen. Stadtbaumeister Dietrich konnte beruhigen: Die Nachbarunterschriften lägen vor. Zudem würden die dahinter liegenden Häuser von dem Neubau in Sachen Lärmschutz von der Straße profitieren. Auch vergrößere sich der Abstand zwischen den Gebäuden.

Beiden Vorhaben stimmte das Gremium einstimmig zu und erteilte das gemeindliche Einvernehmen.

Astrid Neumann

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