Schongauer Berufsfachschule verabschiedet Absolventen

Feiern nach der "Ernte"

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Die besten Berufsfachschüler in Schongau: (vo. v. li.): Sarah Thurner, Vanessa Gindhart, Daniela Birkner, Jamina Schmid, Lisa Lassiwe, Stefanie Wölfl und Christian Nitsche; (hi. v. li.) Jule Stahl, Marina Sutter, Julia Klinkhammer, Cordula Häuserer und Bianca Keller sowie Schulleiter Thomas Schütz und Michael Walter.

Schongau – Erneut ist ein Jahrgang erfolgreicher Berufsfachschüler ins Berufsleben verabschiedet worden. Bestanden hieß es auf den Zeugnissen, die Matthias Hechenberger und Michael Walter am vergangenen Mittwoch an 71 Schüler verteilten. Ein Dutzend Mal stand dabei eine Eins vor dem Komma, sechs Mal sogar war der Notenschnitt besser als 1,5 und damit mit einem Staatspreis dotiert, für den heuer auch der Lionsclub Schongau einen Geldpreis zuschoss.

Sie werden immer besser, die Schüler am Beruflichen Schulzentrum in Schongau. Was eigentlich eine erfreuliche Tatsache ist, brachte die Verantwortlichen heuer in eine Bredouille. Denn das Budget hätte nicht gereicht, um allen Staatspreisträgern die damit verbundene Geldprämie zu zahlen. Ein Problem, das Schulleiter Thomas Schütz aber mit einem Telefonat lösen konnte. Der Lionsclub schoss die fehlenden Mittel zu, sodass schließlich alle sechs jungen Damen, deren Notenschnitt im Bereich zwischen 1,21 und 1,4 lag, einen vollwertigen Staatspreis aus den Händen von Michael Walter und Matthias Hechenberger entgegen nehmen konnten.

Zuvor schon hatten ebenfalls fünf junge Frauen und ein junger Mann den Schulpreis für ihre Leistung – 2,0 oder besser – erhalten. Daneben durften sich weitere 59 Berufsfachschüler aus den Bereichen Kinderpflege (21 Damen und zwei Herren), Sozialbetreuung (14/5), 17 Helferinnen für Ernährung und Versorgung sowie je sechs kaufmännische Assistentinnen und Assistenten über ihren Abschluss freuen, ebenso 17 Schüler der Berufsintegrationsklasse.

Alle hätten sich angestrengt, stellte Thomas Schütz in seiner Begrüßungsrede fest. Und dankte dabei den Eltern seiner Ex-Schüler, die die Erziehung und Führung ihrer Kinder als wichtigste Aufgabe verstünden. „Eine Aufgabe, die oft bis an die Grenzen geht und dennoch geleistet werden muss.“ Daneben galt sein Dank auch den Lehrerkollegen, die eine Atmosphäre schafften, in der es nicht nur um Stoffvermittlung, sondern auch um Zuwendung und Sorge um die Entwicklung der Schüler gehe.

Abschließend bedachte Schütz auch seine „Schützlinge“ mit nachdenklichen Worten, verglich die Schule mit einem Garten, um den sich Gärtner (Lehrer) kümmerten, damit Mimosen, Orchideen, Kaktusse und stachelige Rosen gleichermaßen gedeihen könnten. Nun aber, nach der „Ernte“, sei es auch erlaubt, zu feiern, entließ der Schulleiter die Schüler in ihre neue, unbekannte Zukunft.

Oliver Sommer

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