Bürgerbefragung läuft an

Wie soll der Platz am Schongauer Münzgebäude denn nun heißen?

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„Marie-Juchacz-Platz“, „Bei der Fronveste“ oder ganz anders? Ab Montag können die Schongauer über die Benennung des Platzes abstimmen, der derzeit noch eine Baustelle ist.

Schongau – Der Platz am Münzgebäude, er beschäftigte erneut den Stadtrat. Welchen Namen er künftig tragen wird, soll nun eine Bürgerbefragung klären. Über das Prozedere wurde in der jüngsten Sitzung am Dienstag entschieden. Los geht die Befragung bereits am kommenden Montag, 30. September.

Auf die Vorgeschichte wollte Bürgermeister Falk Sluyterman nicht mehr eingehen. Die Diskussion um die Namensgebung zieht sich bereits seit April hin. Damals wurde mehrheitlich beschlossen, den Platz nach der AWO-Gründerin Marie Juchacz zu benennen. Einwände kamen daraufhin von Seiten des Kreisheimatpflegers Helmut Schmidbauer, der für den historischen Namen „Bei der Fronveste“ plädierte.  In einer dritten Runde entschied sich das Gremium schließlich dafür, eine Bürgerbefragung durchzuführen.

Beteiligen daran kann sich jeder ab 16 Jahren, der seinen Hauptwohnsitz in Schongau hat. Eine Einschränkung auf bestimmte Nationalitäten gibt es dabei nicht. Voraussetzung ist das vollständig ausgefüllte Formular, das man sich entweder als PDF herunterladen oder im Rathaus abholen kann. Dort kann es dann ausgefüllt auch bis 11. Oktober wieder abgegeben oder per E-Mail an buergerservice@schongau.de geschickt werden. Der Bürgerservice kontrolliert die Einsendungen, das Vorzeigen eines Ausweises ist daher nicht erforderlich.

Wie viele Stimmen bei der Stadt eingehen, wird keine Rolle spielen. Der Stadtrat folgte dem Vorschlag von Hauptamtsleiterin Bettina Schade, dass es kein Quorum geben soll.

Um die Auswertung der Bürgerbefragung kümmern sich Mitarbeiter der Stadtverwaltung. Eine erste Sondierung wird von einer unabhängigen Person – hier entschied man sich für Stadtarchivar Franz Grundner – vorgenommen. „Die Bürgerbefragung soll ein Stimmungsbild darstellen. Die letzte Entscheidung trifft der Stadtrat“, hob Schade hervor.

„Ich bin immer noch der Meinung, dass eine Befragung am Anfang stehen muss“, so Siegfried Müller (ALS), der gegen das Prozedere stimmte. Ihm folgten drei weitere Stadträte, 19 stimmten dem Vorgehen zu. Schon im Juni hatte der Kreisbote seine Leser in einer großen Online-Umfrage abstimmen lassen.

asn

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