Preise für "waschechte Schongauer"

Ehrenamtspreis für Markus Wölfle, Sonderpreis für die Strabs-Gegner

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Für sein freiwilliges Engagement als erster Vorstand des Trachtenvereins Schloßbergler Schongau erhielt Markus Wölfle den Ehrenamtspreis der Bürgerstiftung.

Schongau – Zur Tradition geworden ist die Verleihung des von der Bürgerstiftung ausgelobten Ehrenamtspreises in der Weihnachtssitzung des Stadtrates. Neben dieser gab es am vergangenen Dienstag aber auch ein Novum: Ein Sonder-Ehrenamtspreis erhielten die Aktivisten gegen die Strabs.

Keine leichte Aufgabe habe da die Bürgerstiftung gehabt, aus den eingegangenen Vorschlägen den diesjährigen Ehrenamtspreisträger auszuwählen, betonte Bürgermeister Falk Sluyterman in der feierlichen Sitzung. Die Entscheidung fiel auf Trachtenvereinsvorsitzenden Markus Wölfle, seines Zeichens ein „waschechter Schongauer“, so der Rathauschef. Für die vielen Veranstaltungen des Trachtenvereins das ganze Jahr hindurch sei Wölfle der „Motor, der alles am Laufen hält“.

Besonders den vergangenen Gaujugendtag hob der Bürgermeister hervor. 2019 steht für die Schloßbergler außerdem ein wahres Großereignis an: das Lechgautrachtenfest. „Ohne Markus Wölfle wäre der Trachtenverein und auch die Stadt um einiges ärmer“, so Sluyterman bei der Überreichung des mit 500 Euro verbundenen Preises.

„Genauso erfreut wie ich heute bin, so überrascht war ich“, sagte Wölfle. Er bedankte sich vor allem für die hervorragende Unterstützung der Stadtverwaltung und den vom Stadtrat gewährten Zuschuss über 5.000 Euro für das bevorstehende Lechgautrachtenfest, zu dem er rund 4.000 aktive Teilnehmer und ebenso viele Besucher erwartet.

Stellvertretend für alle

Zum ersten Mal hatte sich die Bürgerstiftung außerdem dazu entschieden, einen Sonder-Ehrenamtspreis zu verleihen. Stellvertretend für alle Anti-Strabs-Aktivisten nahmen die Organisatorinnen der Montagsdemos Irmgard Schreiber-Buhl und Renate Müller die Urkunde und den Scheck in Höhe von 300 Euro entgegen. 

Einen Sonder-Ehrenamtspreis nahmen Irmgard Schreiber-Buhl und Renate Müller (rechts Foto, v. links) für ihren Einsatz gegen die Strabs entgegen.

Seit Oktober 2017 gehörten die Demonstrationen zwischen Kirche und Rathaus zum festen Bestandteil der Woche. Das erklärte Ziel – die Abschaffung der Straßenausbaubeiträge – ist mittlerweile geschafft. „Mit Hartnäckigkeit und Idealismus wurde ein Umdenken in der großen Politik erreichbar“, fasste Sluyterman zusammen. Dass auch so Demokratie funktionieren kann, davon sind die beiden Geehrten überzeugt. Das Preisgeld wurde bereits investiert – in das Strabs-Fest am 16. Juli in diesem Jahr. 

asn

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