Schongauer SPD ernennt Heini Forster zum Ehrenvorsitzenden

Auszeichnung für die "rote Dampfmaschine"

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Friedrich Zeller (li.), Ilona Böse (Fraktionsvorsitzende, 2. v. li.), Stadträtin Barbara Karg und Ortsvorsitzender Stefan Konrad (re.) mit dem neuen Ehrenvorsitzenden Heini Forster.

Schongau – Er war für viele Sozialdemokraten in Schongau ein Ziehvater. Der Ortsvorsitzende Stefan Konrad bezeichnet ihn als sein politisches Vorbild. Jetzt hat die Schongauer SPD ihr Urgestein Heini Forster zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Seinem fortwährenden Einsatz verdankt sie viele Erfolge.

Zu seinen besten Zeiten war Heinrich Forster in Schongau bekannt wie ein bunter Hund und fuhr regelmäßig Spitzenergebnisse ein bei den Stadtratswahlen. Zweiundvierzig Jahre, von 19972 bis 2014, gehörte er dem Gremium an und war im Jahr 1996 sogar Stimmenkönig. 

Das war für die Schongauer SPD nach Jahren der bitteren Oppositionsrolle, ein Jahr der Weichenstellung in Richtung Erfolg: Mit Friedrich Zeller stellten die Sozialdemokraten erstmals seit den 50er Jahren wieder den Bürgermeister der Stadt. So war es auch an Zeller, bei der Ehrung die Laudatio auf Forster zu halten und ihn als „ rote Dampfmaschine der gemeinsamen politischen Sache“ zu loben. 

Stefan Konrad, der Chef der Schongauer SPD, bezeichnete Forster als sein politisches Vorbild und verwies darauf, dass jeder den Lokführer und Stadtrat Forster in Schongau zur Zeit seines Wirkens gekannt und geschätzt habe. Als ein Vertreter der bayerischen Lebensart stehe Forster für die Nähe zum einfachen Bürger und dafür, dass er sich als Bindeglied aller gesellschaftlichen Gruppen in Schongau gesehen habe. 

Ob beim Eisenbahn-Sportverein, bei den Trachtlern oder bei der Stadtkapelle: Forster ist allen Vereinen in Schongau eng verbunden. Auf Kreisebene war der neue Ehrenvorsitzende ebenso aktiv und saß von 1978 bis 2014 im Kreistag. 

Vor allem hat sich das SPD-Urgestein um die Städte-Verschwisterung verdient gemacht und wurde deshalb von der Partnerstadt Gogolin mit der „Karolinka“ ausgezeichnet, die kleine Statue eines tanzenden Mädchens aus Oberschlesien. Aus Händen des damaligen Bürgermeisters Karl-Heinz Gerbl erhielt Forster bei seinem Ausscheiden aus dem Stadtrat im vergangenen Jahr den Goldenen Ehrenring der Stadt. 

„Der Ehrenvorsitzende hat die wichtige Aufgabe uns zu beraten und im Streitfalle schlichten zu helfen. Wir brauchen dich also noch möglichst lange“, gab Konrad seinem politischen Ziehvater bei der Ehrung mit auf den Weg. 

Neben der Urkunde bekam der Hauptlokführer a.D. noch eine rote Spiel-Lokomotive aus Holz überreicht. Mit der Lok in der Hand ließ er es sich nicht nehmen, an die Parteifreunde zu appellieren, stetig für die besten Lösungen in Stadt und Landkreis zu ringen und die Menschen wieder für die Arbeit der Parteien zu interessieren.

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