1. kreisbote-de
  2. Lokales
  3. Schongau

Schongauer Faschingsgesellschaft plant für 2022/23

Erstellt:

Von: Ursula Gallmetzer

Kommentare

Fasching Schongau 2020
So sah es 2020 am Marienplatz aus. Seitdem mussten zwei Saisons ausfallen. © Herold

Schongau – Nach zwei ausgefallenen Faschingssaisons hofft die Schongauer Faschingsgesellschaft (SFG) nun wieder auf närrische Normalität. Bei ihrer Jahresversammlung im Trachtenheim wurde über die vergangenen Monate und auch über die Zukunft gesprochen.

Präsident Alexander Blasi, der seit einem guten Jahr im Amt ist, blickte in seiner Ansprache zurück. Die kurzfristige Absage des letztjährigen Faschingsbeginns sei der Vorstandschaft nicht leicht gefallen.

Schongauer Faschingsgesellschaft: Dank fürs Durchhalten

Zwar hätte es seit Pandemiebeginn weder Umzug noch einen großen Ball im Winter oder die Wahl des Prinzenpaares gegeben, dennoch hätten die Vereinsmitglieder sich nicht entmutigen lassen. „Man konnte den ein oder anderen Faschingsanhänger rumstrawanzen sehen“, berichtete Blasi mit einem Lachen.

Auch die Garden hätten im Rahmen der Möglichkeiten durchgehend weitertrainiert. „Danke, dass alle durchgehalten haben“, lobte der SFG-Präsident.

Um nicht untätig zu sein, sei die Idee zu Ersatzveranstaltungen entstanden. „Zuvor gab es rege Diskussionen“, erinnerte sich Blasi an die Abwägung darüber, ob Feiern außerhalb der Faschingszeit überhaupt angenommen würden. „Wir wollten zeigen, dass wir noch da sind und auch einen Beitrag für die Gesellschaft leisten“, kommentierte Blasi die Entscheidung für ein Frühlingsfest und einen Frühlingsball.

SFG Fasching Schongau
Hoffen, dass die Faschingssaison ohne Einschränkungen starten kann: Dominik Vicario (Schatzmeister), Alexander Blasi (Präsident), Andreas Reßle (2. Präsident), Lukas Häußrer (Hofschenk), Sophie Riedle (Gardevertreterin), Denise Fichtl (Schriftführerin), Regina Eiler (Kassenprüferin) (v. links). © Gallmetzer

„War ein Traum“

„Beides ist richtig gut angekommen“, berichtete er den rund 50 Anwesenden im Trachtenheim. Das Fest auf dem Bürgermeister-Schaegger-Platz im Mai sei gut besucht gewesen und der Ball ein paar Tage später im Jakob-Pfeiffer-Haus restlos ausverkauft. „Es war ein Traum“, schwärmte Blasi.

Höhepunkt beider Veranstaltungen seien Auftritte beider Garden gewesen. Diese waren auch sonst mehrfach im Einsatz, etwa in den Pausen verschiedener Eishockey- und Handballspiele.

Ein paar Entscheidungen mussten bei der Versammlung gefällt werden. Einstimmig wurde eine Beitragserhöhung von derzeit 13,13 Euro auf 15,15 Euro im nächsten Jahr beschlossen. Außerdem sollen für nächstes Jahr neue T-Shirts gedruckt und Blazer für die Frauen des Elferrats gekauft werden.

Ideen für Faschingswagen

Wie es mit dem Faschingswagen weitergeht, steht hingegen noch nicht fest. Der Tieflader zum Ziehen, der normalerweise bei einer Firma ausgeliehen wird, steht möglicherweise nicht mehr zur Verfügung. Daher stand bereits im Raum, den Pritschenwagen eines Mitglieds für das Prinzenpaar zu benutzen und den Rest des Hofstaates zu Fuß gehen zu lassen. „Das ist ganz nett, weil man näher bei den Leuten ist. Wir sind aber für alle neuen Ideen offen“, regte Blasi zum Ideensammeln an.

„Bin optimistisch“

2022 soll nun alles wieder laufen wie vor der Pandemie. Wie gewohnt soll die Faschingssaison am 11. November im Trachtenheim eingeläutet werden. Für den 7. Januar ist der Inthronisationsball geplant. Am Faschingssonntag (19. Februar) soll der Umzug durch Schongau ziehen und am Rosenmontag (20. Februar) der Kinderball stattfinden. Bleibt zu hoffen, dass Corona einen normalen Fasching zulässt. Blasi denkt positiv: „Derzeit bin ich optimistisch, dass es hinhaut.“

Auch interessant

Kommentare